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Stop scrolling, get moving: Das leistet Bewegung in Sachen Longevity

Eisbaden, Supplements, Schlaf-Tracking, Biohacking: Wer sich mit Longevity beschäftigt, könnte schnell meinen, sich um ein langes, gesundes Leben zu bemühen, sei eine (teure) Vollzeitbeschäftigung. Dabei ist einer der wichtigsten Bausteine ganz einfach: Bewegung! Wir schauen uns an, was sie in unterschiedlichen Lebensphasen bewirken kann – und warum es nie zu spät ist, damit anzufangen.

17.09.2026 | Nina Hierzenberger | 4 Min. Lesezeit

Frau im Sportoutfit trinkt Wasser

Longevity: Was hat Bewegung mit gesundem Altern zu tun?

Longevity bedeutet übersetzt so viel wie Langlebigkeit. Gemeint ist heute aber meist mehr als einfach nur möglichst viele Geburtstage zu feiern: Es geht beim Longevity-Trend darum, möglichst viele Lebensjahre gesund, fit und selbstständig zu verbringen.

Gerade auf Social Media kursieren viele Gesundheits- und Lifestyle-Trends rund um Longevity, die nicht unbedingt wissenschaftlich belegt sind. In der Forschung zur Altersgesundheit tauchen aber vor allem vier zentrale Einflussfaktoren auf, die langfristig dazu beitragen, im Alter gesund, fit und selbstständig zu bleiben: sich regelmäßig bewegen, ausgewogen essen, soziale Beziehungen pflegen – und Dinge tun, die dem eigenen Leben Sinn geben.*

Bewegung ist dabei besonders relevant. Sie hält Herz und Kreislauf auf Trab, stärkt Muskeln und Knochen und wirkt sich positiv auf Stoffwechsel, Gehirn und psychisches Wohlbefinden aus. Aktuelle Forschung zeigt sogar Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und einer langsameren Zellalterung. Kurz gesagt: Wer sich bewegt, investiert direkt in die eigene Zukunft.

Früh anfangen: Bewegung als Investition ins ganze Leben

Rennen, Hüpfen, Ballspielen: Bei Kindern sieht Bewegung oft noch weniger nach striktem Sportprogramm und mehr nach Alltagsspaß aus – und genau so soll es auch sein.

Wer sich schon in jungen Jahren viel bewegt, stärkt Muskeln und Knochen, trainiert Koordination und Ausdauer und unterstützt auch Denken, Konzentration und mentale Gesundheit. Für Kinder und Jugendliche werden mindestens 60 Minuten Bewegung täglich empfohlen. An mindestens drei Tagen pro Woche sollten auch Aktivitäten dabei sein, die Muskeln und Knochen stärker fordern, also zum Beispiel Klettern, Turnen, Seilspringen oder Herumtoben am Spielplatz.

Ein schöner Nebeneffekt: Kinder lernen früh, Bewegung selbstverständlich in den Alltag einzubauen. Wer den Weg zur Schule zu Fuß zurücklegt, am Nachmittag draußen spielt oder einen Sport findet, der wirklich Spaß macht, etabliert damit Gewohnheiten, die auch später hilfreich sein können – und es ist leichter, so ein Verhalten direkt ins Erwachsenenalter mitzunehmen, als es sich mit 35 zwischen zwei Meetings neu anzutrainieren.

Vom jungen Erwachsenenalter bis zur Lebensmotto

Was in der Jugend neben Schule und viel Freizeit noch ein Leichtes ist, ist später oft weniger selbstverständlich unterzubringen – neben Job, Familie, Pendeln und einem Terminkalender, in dem selbst die Mittagspause manchmal optimistisch eingeplant ist. Gerade in dieser Lebensphase wird Bewegung oft zu etwas, für das bewusst Platz geschaffen werden muss.

Genau jetzt lohnt sich dieser Platz aber: Regelmäßige Bewegung hilft dabei, Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes zu senken und kann auch dabei unterstützen, Stress besser abzubauen.

Für Erwachsene werden pro Woche 150 bis 300 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität empfohlen, alternativ 75 bis 150 Minuten mit höherer Intensität. Dazu kommen an mindestens zwei Tagen Übungen, die die Muskeln kräftigen. Langes Sitzen sollte außerdem möglichst regelmäßig unterbrochen werden.

Die guten Nachricht: Es muss nicht immer das Fitnessstudio oder die Pilates-Session sein. Zu Fuß einkaufen, mit dem Rad in die Arbeit fahren, Stiegen statt Lift nehmen oder beim Telefonieren eine Runde drehen: Auch Alltagsbewegung zählt.

Tipp


Der Extraschutz-Baustein Fit fühlen ergänzt die UNIQA Privatarzt-Versicherung um Angebote, die ohne ärztliche Verordnung genutzt werden können – zum Beispiel Fitnesskurse, Fitnessabos oder Rückentraining.

Stark älter werden

Mit 50, 60, 70 und darüber hinaus verändert sich der Blick auf Bewegung oft noch einmal. Im Fitnessstudio geht es dann vielleicht weniger um den perfekten Bizeps – und mehr darum, die Einkaufssackerl selbst nach Hause zu tragen, ohne Hilfe vom Sofa aufzustehen oder im Urlaub auch die dritte Stadtführung noch mitzumachen.

Muskeln, Beweglichkeit und Gleichgewicht helfen dabei, möglichst lange selbstständig zu bleiben. Regelmäßige Bewegung kann außerdem das Risiko für Stürze und sturzbedingte Verletzungen senken.

Die gute Nachricht für alle, die das Thema Sport bisher erfolgreich auf „irgendwann“ verschoben haben: Auch im höheren Alter ist es nicht zu spät, Bewegung in den Alltag zu integrieren – gerade der Wechsel von „gar nicht aktiv“ zu „ein bisschen aktiv“ ist ein wichtiger erster Schritt. Für Menschen ab 65 gelten grundsätzlich ebenfalls 150 bis 300 Minuten moderate Ausdauerbewegung pro Woche plus Muskelkräftigung, zusätzlich sollten auch Gleichgewicht und Beweglichkeit trainiert werden.

Wie viel Bewegung braucht es wirklich?

Zugegeben: 150 bis 300 Minuten pro Woche klingt zunächst nach einem großen zusätzlichen Terminblock im vielleicht ohnehin vollen Kalender. Auf sieben Tage verteilt sind 150 Minuten allerdings gut 20 Minuten täglich – und dazu zählt vieles, was wir ohnehin unkompliziert tun können: der flotte Spaziergang, die Radfahrt zur Arbeit, Gartenarbeit oder der Weg zum Supermarkt.

Wer bisher wenig aktiv war, muss außerdem nicht von null auf fünf Crossfit-Workouts pro Woche springen – und der beste Bewegungsplan ist sowieso der, der auch nach ein paar Wochen noch zum eigenen Leben passt.

Tipp


Wer dabei Unterstützung sucht, kann sich an die UNIQA VitalCoaches wenden. Die Gesundheitsprofis begleiten Sie bei Themen wie Ausdauer, Kraft oder Beweglichkeit und helfen dabei, aus persönlichen Zielen einen passenden Trainingsplan zu entwickeln. Wer im Rahmen seines Versicherungsschutzes Anspruch auf VitalCoach-Einheiten hat, kann diese individuell nutzen.

Longevity muss keine Selbstoptimierungs-Challenge sein – und Bewegung wirkt auch dann, wenn sie nicht perfekt geplant, auf Strava getrackt oder auf Instagram gepostet wird. Stop scrolling, get moving!

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