Zum Hauptinhalt

Privatarzt, Sonderklasse, beides?
Welche Gesundheitsvorsorge zu meinem Leben passt

Sonderklasse, Selbstbehalt, hä? Wer sich zum ersten Mal mit privater Krankenversicherung beschäftigt, hat schnell siebzehn Tabs offen – und trotzdem noch dieselbe Frage: Was brauche ich davon eigentlich? Wir erklären, was Privatarzt- und Sonderklasse-Versicherung unterscheidet und welche Fragen dabei helfen, sich für die richtige Absicherung zu entscheiden.

17.09.2026 | Nina Hierzenberger | 4 Min. Lesezeit

Arzt untersucht die Hand von einer Patientin

Privatarzt oder Sonderklasse: Was ist eigentlich der Unterschied?

Grundsätzlich sorgt die österreichische Sozialversicherung für eine solide, verlässliche Basisversorgung im Gesundheitswesen. Mal wünscht man sich allerdings einen schnelleren Termin bei der Dermatologin, mal möchte man sich den Orthopäden selbst aussuchen oder braucht rasch ein MRT, ein anderes Mal steht vielleicht eine Operation mit Krankenhausaufenthalt an.

Gesundheit ist sehr individuell und betrifft verschiedene Alltagssituationen – und genau deshalb gibt es auch unterschiedliche Arten, sich privat abzusichern. Aber: Welche Absicherung greift wann?

  • Eine Privatarzt-Versicherung ist vor allem für medizinische Leistungen außerhalb eines stationären Krankenhausaufenthalts relevant – also im Alltag. Dazu gehören je nach Tarif zum Beispiel Besuche bei Haus- und Fachärzt:innen (also zum Beispiel Gynäkolog:innen, HNO-Ärzt:innen oder Internist:innen), bestimmte Untersuchungen, Medikamente oder ärztlich verordnete Therapien, etwa Psychotherapie oder Osteopathie.
  • Eine Sonderklasse-Versicherung ist dann von Bedeutung, wenn ein Aufenthalt im Krankenhaus ansteht. Sie deckt etwa freie Ärzt:innen- und Krankenhauswahl, mehr Komfort im Spital im Sonderklassezimmer und die Krankentransportkosten.

Kurz gesagt: Eine Privatarzt-Versicherung betrifft vor allem den medizinischen Alltag, eine Sonderklasse-Versicherung den Aufenthalt im Krankenhaus. Wer beides absichern möchte, kann die beiden Bereiche kombinieren.

Privatarzt-Versicherung: Mehr Wahlmöglichkeiten im Alltag

Das Knie schmerzt seit drei Wochen und der nächste passende Termin bei der Fachärztin wäre irgendwann dann, wenn vermutlich längst auch das andere Knie wehtut? In solchen Fällen ist es besonders hilfreich, auf eine Privatarzt-Versicherung zurückgreifen zu können – und auch ganz einfach dann, wenn man sich im Alltag mehr Wahlfreiheit bei Ärzt:innen wünscht. 

Gut zu wissen

Bei UNIQA können Versicherte frei zwischen Kassen-, Wahl-, Privatärzt:innen und Spezialist:innen wählen. Je nach Tarif werden neben Kosten für Medikamente, Impfungen und Untersuchungen wie MRT oder CT auch ärztlich verordnete Therapien und Heilbehelfe übernommen.

Finanziell muss es bei einer Privatarzt-Versicherung auch nicht immer “alles oder nichts” sein: Bei der neuen Privatarzt-Versicherung mit 50% Selbstbehalt von UNIQA in den Tarifklassen Optimal, Optimal Plus und Premium können sich Versicherte zu 50% an den Kosten beteiligen – dafür fällt die monatliche Prämie niedriger aus, das Leistungsspektrum bleibt gleich.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, wie man bereits gesetzlich krankenversichert ist und welche Leistungen einem persönlich wichtig sind. Wer zum Beispiel die monatlichen Versicherungskosten geringer halten möchte, aber gleichzeitig Wert auf ein umfassendes Leistungsspektrum mit Physio- und Psychotherapie legt, für den kann die Privatarzt-Versicherung mit 50% Selbstbehalt interessant sein. UNIQA-Berater:innen informieren gerne umfassend und erstellen ein individuelles Angebot. Jetzt Prämie berechnen!

Sonderklasse-Versicherung: Wenn ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird

Wenn eine Operation ansteht, eine schwere Erkrankung behandelt werden muss oder ein Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall nötig ist, möchte man im Spital möglichst gut versorgt sein und sich gut aufgehoben fühlen.

Dabei kann eine Sonderklasse-Versicherung zum Tragen kommen: Sie bietet bei UNIQA unter anderem die freie Wahl von Ärzt:innen und Krankenhaus, mehr Komfort im Ein- oder Zweibettzimmer oder flexible OP-Termine.

Gut zu wissen

Bei der neuen UNIQA Sonderklasse gibt es abgestufte Tarifvarianten – von der Sonderklasse Start, die Krankenhausaufenthalte nach Unfällen und bei bestimmten schweren Erkrankungen abdeckt, über Optimal und Optimal Plus bis zur Premium-Stufe, die medizinisch notwendige Aufenthalte ganz ohne Selbstbehalt absichert. Zusatzbausteine wie ein Einbettzimmer-Tarif oder die BabyOption für Neugeborene lassen sich je nach Bedarf ergänzen.

Wenn sich das Leben verändert

Wer sich schwer für die passende Absicherung entscheiden kann, darf aufatmen: Dieser Beschluss ist nicht für immer in Stein gemeißelt. Was zum Beispiel beim Berufseinstieg noch reicht, passt schließlich zehn Jahre später oft nicht mehr: Wer eine Familie gründet, beruflich aufsteigt oder einfach mehr vorsorgen möchte, möchte sich anders absichern als noch mit 25.

Genau deshalb lohnt sich ein Blick auf das flexible Umstiegsrecht der neuen Sonderklasse: Ein Wechsel in eine höhere oder günstigere Tarifstufe ist ohne neuerliche Gesundheitsprüfung und ohne neue Wartezeiten nach drei Jahren erstmals möglich. Wer heute mit Sonderklasse Start beginnt, ist also nicht für immer daran gebunden. Auch bei der neuen Privatarzt-Versicherung mit 50% Selbstbehalt sind spätere Upgrades in eine höhere Rückerstattungsstufe oder Tarifklasse vereinfacht möglich.

Was brauche ich wirklich?

Also: Privatarzt, Sonderklasse, beides? Darauf gibt es keine universelle Antwort. Vielleicht helfen bei der Entscheidung aber diese Fragen:

  • Wie wichtig ist es mir im Alltag, mir meine Ärzt:innen selbst auszusuchen?
  • Möchte ich auch Kosten für bestimmte Untersuchungen, Medikamente oder Therapien absichern?
  • Wie möchte ich bei einem Krankenhausaufenthalt versorgt sein?
  • Kommt für mich ein Selbstbehalt in Frage, wenn dadurch die laufende Prämie niedriger ist?
  • Wie viel möchte und kann ich monatlich für meine Gesundheitsvorsorge ausgeben?
  • Wie könnten sich meine Bedürfnisse in den nächsten Jahren verändern?

Tipp


Gemeinsam mit den Berater:innen von UNIQA lässt sich individuell ausloten, welche Kombination aus Privatarzt-Versicherung, Sonderklasse und möglichen Zusatzbausteinen zur eigenen Lebenssituation und zum verfügbaren Budget passt – heute und vielleicht auch noch ein paar Lebensupdates später.

Was Sie noch interessieren könnte

Frau im Sportoutfit trinkt Wasser

Stop scrolling, get moving: Das leistet Bewegung in Sachen Longevity

Eisbaden, Supplements, Schlaf-Tracking, Biohacking: Wer sich mit Longevity beschäftigt, könnte schnell meinen, sich um ein langes, gesundes Leben zu bemühen, sei eine (teure) Vollzeitbeschäftigung. Dabei ist einer der wichtigsten Bausteine ganz einfach: Bewegung!
Jetzt zum Thema Longevity informieren
Hände auf einer Tastatur und Touchpad. Nebenbei eine Tasse Kaffee und verschiedene Papiere

Cortisol verstehen statt bekämpfen

Cortisol gilt als Inbegriff von Überforderung und Erschöpfung. Doch diese Sicht greift zu kurz, denn Cortisol an sich ist eigentlich kein Problem, das fehlendes Verständnis für seinen natürlichen Rhythmus jedoch schon.
Jetzt zum Thema Cortisol informieren
Frau mit Hand auf der Brust bei Atemübungen.

Atmen

6 Sekunden einatmen. 3 Sekunden den Atem anhalten. 6 Sekunden ausatmen. Schon mal probiert? Wir haben uns erkundigt, warum man das macht – und was es bewirkt.
Jetzt zum Thema Atemtechniken informieren