Unwetter-Begriffe erklärt: Von Blitzeinschlag bis Starkregen
Starkregen, Elementarereignis, Hochwasser: Rund um Sommerunwetter fallen oft Begriffe, die man zwar schon einmal gehört hat, aber selten wirklich einordnen kann. Dabei ist es durchaus wichtig zu wissen, was sich dahinter verbirgt – vor allem, wenn sich draußen der Himmel verdunkelt, die Wetter-App nervös vibriert und der Blumentopf auf dem Balkon schon leise seine letzte Reise plant.
Wir übersetzen die wichtigsten Wetter- und Versicherungsbegriffe in Alltagssprache: alphabetisch sortiert, verständlich erklärt und mit Blick darauf, was sie im Schadensfall bedeuten.
03.08.2026 | Nina Hierzenberger | 4 Min. Lesezeit

Blitzeinschlag
Wer an einen Blitzeinschlag denkt, stellt sich zunächst vermutlich einen direkten, spektakulären Treffer vor – in einen Baum, ein Haus oder eine Stromleitung. Das kann zwar passieren, ist aber nicht das einzige Risiko für das eigene Zuhause. Ein Blitz kann auch in der Nähe einschlagen und trotzdem Schäden verursachen – zum Beispiel, wenn elektrische Spannung über Leitungen ins Haus gelangt. Eine sogenannte Überspannung kann also Router, Fernseher, Computer oder Smart-Home-Geräte lahmlegen, ganz ohne dass der Blitz das Haus direkt berührt.
Elementarereignis
Der Begriff Elementarereignis mag zunächst sperrig klingen, im Versicherungsjargon ist er jedoch ein einfacher Sammelbegriff für Wetterphänomene wie Sturm, Hagel, Hochwasser oder Erdrutsch – also Naturereignisse, die Schäden verursachen können. Welche Elementarereignisse von der Versicherung gedeckt sind, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Ein Check lohnt sich!
Die Haushaltsversicherung schützt den Wohnungsinhalt, bei der Eigenheimversicherung ist das Haus selbst abgesichert. Bei UNIQA sind Schäden durch Naturkatastrophen wie Hochwasser, Überschwemmungen, Schneelawinen, Vermurungen oder Erdbeben in der Eigenheimversicherung automatisch bis 10.000 Euro versichert!
Gewitter
Ab wann spricht man eigentlich von Gewitter, wann von einem echten Unwetter? Spoiler: Nicht jeder Regenschauer, bei dem es ein bisschen donnert, ist gleich ein Unwetter.
- Ein Gewitter ist grundsätzlich ein Wetterereignis, bei dem feuchtwarme Luft schnell aufsteigt und sich elektrische Spannung in der Atmosphäre entlädt. Offiziell beginnt ein Gewitter, wenn der erste Donner zu hören ist, meist folgen kräftige Regenschauer und Windböen.
- Zum Unwetter wird ein Gewitter dann, wenn diese Begleiterscheinungen eine gewisse Intensität erreichen und Schäden verursachen können – etwa durch Starkregen, Hagel, Sturm oder häufige Blitzeinschläge.
Ein kurzes Sommergewitter kann nach zehn Minuten wieder vorbei sein. Ein Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen kann dagegen schnell für Keller, Dächer, Autos oder lose Gegenstände im Freien zum Problem werden.
Hagel
Im Grunde ist Hagel nichts anderes als gefrorener Regen: Er entsteht in kräftigen Gewitterwolken, wenn die Wassertropfen von starken Aufwinden immer wieder nach oben getragen werden. Dort gefrieren sie und wachsen Schicht für Schicht, bis sie zu schwer werden und als Eiskörner vom Himmel fallen.
Während kleinere Hagelkörner vielleicht laut und ein bisschen unangenehm sind, können größere Pflanzen zerstören, Rollläden kaputtmachen oder Dachfenstern und Autos schaden. Ab einer Größe von 4 cm – das entspricht etwa der Größe eines Golfballs – kann der Hagel oft richtig große Schäden anrichten.
Hochwasser
Zu einem Hochwasser kommt es, wenn der Wasserstand in Flüssen, Bächen oder Seen stark ansteigt – und Flächen überflutet werden, die normalerweise trocken sind. Das geschieht meist durch anhaltenden Starkregen über ein größeres Gebiet hinweg.
Wichtig: Wasser kann auch abseits von großen Flüssen problematisch sein. Hochwasser aufgrund von Starkregen kann lokale Überflutungen verursachen, wenn das Wasser nicht schnell genug versickert oder abfließt – und so etwa in Keller & Co. Schäden anrichten.
Obliegenheit
Wieder ein Wort, das komplizierter klingt, als es ist: Im Versicherungsbereich bezieht sich die Obliegenheit u.a. auf jene Pflichten, die Versicherte vor bzw. auch nach einem Schaden erfüllen müssen, wenn ein Schadensfall eintritt. Das kann beispielsweise bedeuten, dass man einen Schaden schnellstmöglich meldet, ihn bestmöglich dokumentiert – oder ihn nach Möglichkeit mindert, indem man vor dem Urlaub die Fenster schließt. Werden diese Obliegenheiten verletzt, kann sich das im Ernstfall auf die Versicherungsleistung auswirken.
Bei einem Unwetter heißt das also: Lieber nicht erst nach drei Wochen die Hageldellen melden, sondern direkt Fotos machen, Unterlagen sammeln und der Versicherung Bescheid geben.
Die UNIQA Haushaltsversicherung und die UNIQA Teil- und Vollkasko-Versicherung sind auch bei Unwetterschäden zur Stelle. Am besten direkt deine Beraterin oder deinen Berater kontaktieren!
Selbstbehalt
Der Selbstbehalt ist der Betrag, den man im Schadensfall selbst bezahlt, bevor die Versicherung für den Rest aufkommt. Beträgt ein Schaden beispielsweise 1.000 Euro und wurde ein Selbstbehalt von 200 Euro vereinbart, übernimmt die Versicherung – je nach Vertrag und Deckung – 800 Euro.
Starkregen
Ab wann gilt ein Regenschauer als Starkregen? Schon 15 bis 25 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde können richtig intensiv sein. Bei einem 100 Quadratmeter großen Garten wären das etwa 2.500 Liter Wasser, die sich in einer Stunde entleeren – oder der Inhalt von 15 Badewannen. Bei Starkregen fällt in kurzer Zeit so viel Wasser, dass Böden, Kanäle, Abflüsse oder Keller überfordert sein können.
Sturm
Ab einer Windgeschwindigkeit von etwa 60 km/h spricht man von stürmischem Wind, ab etwa 75 km/h wird daraus dann ein richtiger Sturm. Unabhängig von der Definition: Lose Gartenmöbel, Sonnenschirme, Markisen, Mistkübel, Fahrräder & Co. können bei starkem Wind zum Problem werden – und sollten rechtzeitig gesichert werden.
Unwetterwarnung
Bei Unwettern zählt oft die richtige Vorbereitung. Fenster schließen, Auto unterstellen, lose Gegenstände sichern: All das sollte am besten passieren, bevor es draußen kracht.
Die UNIQA Unwetterwarnung informiert per SMS oder E-Mail, wenn in deiner Region ein relevantes Wetterereignis erwartet wird – zum Beispiel Gewitter, Starkregen, Hagel oder Sturm.
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