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Studie: Warum viele ihre Pension nicht kennen, aber vorsorgen wollen

Ein gutes Leben in der Pension wünschen sich die meisten Menschen. Doch wer weiß heute, wie viel Geld später tatsächlich zur Verfügung stehen wird? Die aktuelle UNIQA Finanzvorsorge-Studie 2026 zeigt, dass sich viele Österreicher:innen mit Altersvorsorge beschäftigen, aber ihre eigene Pensionssituation kaum kennen.

15.10.2026 · Elisabeth Brenner · 3:30 Min.

Zwei Personen unterschiedlichen Alters stehen im Freien nebeneinander. Das Bild symbolisiert Generationenvorsorge und Pension.

Zwischen dem Wunsch nach finanzieller Sicherheit in der Pension und der konkreten Planung klafft oft eine Lücke. Viele fragen sich, ob die staatliche Pension später ausreichen wird, wissen aber nicht, wie hoch ihre eigene Pension voraussichtlich ausfallen wird.

  • 70 Prozent interessieren sich für Möglichkeiten der Pensionsvorsorge, doch nur etwa 1 von 6 hat die eigene Pension bereits berechnet oder berechnen lassen.
  • Nur 11 Prozent können einschätzen, wie viel vom letzten Einkommen durchschnittlich als staatliche Pension übrig bleibt.
  • Nur 34 Prozent haben bereits konkrete Maßnahmen für ihre finanzielle Absicherung im Alter getroffen.
  • Weniger als die Hälfte (45 Prozent) verfügt über ausreichende finanzielle Reserven, um einen Verlust der Haupteinnahmequelle für mindestens drei Monate abzufedern.
  • Finanzwissen macht einen Unterschied: Personen mit höherem Finanzwissen verfügen deutlich häufiger über finanzielle Reserven (65 Prozent gegenüber 40 Prozent).
  • Trotz Künstlicher Intelligenz setzen 7 von 10 Personen bei wichtigen Vorsorgeentscheidungen zusätzlich auf persönliche Beratung.

Die aktuelle UNIQA Finanzvorsorge-Studie 2026 zeigt, warum Wissen über die eigene Pension ein wichtiger erster Schritt für finanzielle Vorsorge ist. Für die österreichweit repräsentative Studie wurden 3.029 Personen im Alter von 16 bis 60 Jahren zu ihrer finanziellen Vorsorge, ihrem Finanzwissen und ihrer Einschätzung der eigenen Pensionssituation befragt.

Infografik: Nur etwa 1 von 10 Personen weiß, wie hoch die eigene Pension voraussichtlich sein wird.

Viele denken an die Pension. Doch nur wenige kennen ihre Zahlen.

Viele Menschen beschäftigen sich aktuell mit ihrer finanziellen Zukunft. Sieben von zehn Befragten interessieren sich für die Möglichkeiten der Pensionsvorsorge, fast ebenso viele möchten mehr über ihre zukünftige Pensionshöhe und -konditionen wissen.
Gleichzeitig fehlt oft das Wissen über die eigene Ausgangslage, um fundierte Entscheidungen für die finanzielle Zukunft treffen zu können. Nur rund jede sechste Person hat ihre spätere staatliche Pension bereits berechnet oder berechnen lassen. Noch weniger (11 Prozent) können einschätzen, wie viel vom letzten Einkommen durchschnittlich als Pension übrigbleibt.

„Auch unsere Forschungsarbeiten zeigen, dass viele Frauen die Auswirkungen von Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitbeschäftigung auf die Höhe ihrer zukünftigen Pension deutlich unterschätzen. Klare Information und konkrete Rechenbeispiele unterstützen sie darin, diese Effekte realistisch einzuschätzen und bei ihrer Lebensplanung zu berücksichtigen“, so Bettina Fuhrmann, Leiterin des Kompetenzzentrums für Finanzbildung und des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der WU Wien. 

Infografik: 4 von 10 Personen verfügen über finanzielle Reserven, um ihre Ausgaben für drei Monate zu decken.

Finanzielle Belastungen erschweren langfristige Planung

Wer seine voraussichtliche Pension nicht kennt, kann jedoch nur schwer beurteilen, ob zusätzliche Vorsorgemaßnahmen nötig sind. Das zeigt sich auch bei der Umsetzung: Nur rund jede dritte Person hat bereits konkrete Maßnahmen gesetzt, um finanziell für das Alter vorzusorgen.

„Diese ausgeprägte Gegenwartsorientierung der Befragten begegnet uns in vielen Studien. Die Vorsorge für die Zukunft, auch wenn sie als wichtig erachtet wird, wird dann häufig aufgeschoben. Dieser Attitude-Behavior-Gap ist ein ebenfalls häufig festzustellendes Phänomen“, ergänzt Bettina Fuhrmann.

Für viele Menschen stehen kurzfristige finanzielle Herausforderungen derzeit stärker im Vordergrund als langfristige Zukunftsplanung. Weniger als die Hälfte der Befragten (45 Prozent) verfügt über ausreichend finanzielle Reserven, um einen Verlust der Haupteinnahmequelle für mindestens drei Monate zu decken.
Entsprechend belastend werden finanzielle Sorgen erlebt: Mehr als die Hälfte jener Personen, die sich häufig Gedanken über ihre finanzielle Situation machen, empfindet dies als persönliche Belastung im Alltag.

Infografik: Rund 7 von 10 Personen mit hohem Finanzwissen verfügen über einen Liquiditätspuffer, bei Personen mit niedrigem Finanzwissen sind es rund 4 von 10.

Finanzwissen macht einen Unterschied

Die Studie zeigt: Wer sich mit Finanzthemen gut auskennt, ist oft auch finanziell besser aufgestellt. Menschen mit höher eingeschätztem Finanzwissen verfügen deutlich häufiger über finanzielle Reserven, die ihnen Sicherheit im Alltag geben. So könnten fast zwei Drittel dieser Gruppe eine unerwartete Ausgabe in Höhe ihres Monatseinkommens ohne Kredit oder Unterstützung aus dem Familienkreis bewältigen. Unter Personen mit geringerem Finanzwissen gelingt dies lediglich vier von zehn.

Finanzwissen bedeutet dabei mehr als Fachbegriffe zu verstehen. Es hilft, die eigene Situation besser einzuschätzen, Möglichkeiten zu erkennen und Entscheidungen mit mehr Sicherheit zu treffen. Wer sich mit den eigenen Finanzen auseinandersetzt, gewinnt damit oft auch mehr Handlungsspielraum für die Zukunft.

Infografik: 7 von 10 Personen lassen sich zusätzlich zu KI-Anwendungen persönlich beraten.

KI schafft Wissen. Beratung gibt Sicherheit.

Wer sich mit Finanzthemen auseinandersetzt, greift heute zunehmend auf digitale Informationsangebote und Künstliche Intelligenz zurück. Geht es jedoch um die persönliche Vorsorge, möchten die meisten Menschen ihre Entscheidungen nicht ausschließlich auf digitale Informationen oder Künstliche Intelligenz stützen.
Rund sieben von zehn Personen würden sich bei Entscheidungen zur Altersvorsorge trotz KI zusätzlich persönlich beraten lassen. Besonders bei widersprüchlichen Empfehlungen vertrauen deutlich mehr Menschen auf die Einschätzung einer Expert:in als auf die Empfehlung einer KI.

Neue Technologien können unterstützen und den Zugang zu Informationen erleichtern. Orientierung, individuelle Einordnung und persönliche Beratung bleiben jedoch wichtige Faktoren auf dem Weg von der Information zur Entscheidung

Wissen schafft Zukunft

Die UNIQA Finanzvorsorge-Studie 2026 macht deutlich: Vielen Menschen ist die Bedeutung der Altersvorsorge bewusst. Die größte Herausforderung besteht heute nicht darin, vom Thema Pension zu überzeugen, sondern die eigene Situation besser zu verstehen und daraus konkrete Schritte abzuleiten. Viele Österreicher:innen beschäftigen sich mit ihrer finanziellen Zukunft, kennen jedoch ihre persönliche Ausgangslage nur unzureichend. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass Finanzwissen Orientierung schafft und dabei helfen kann, bessere Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Wer seine Ausgangslage kennt, kann mögliche Versorgungslücken frühzeitig erkennen und gezielt vorsorgen. Denn der erste Schritt zu mehr finanzieller Sicherheit im Alter ist oft ganz einfach: zu wissen, woran man ist.

Gut zu wissen

Wer seine finanzielle Zukunft aktiv gestalten möchte, sollte die eigene Ausgangslage kennen. Eine persönliche Beratung hilft dabei, die individuelle Pensionssituation besser einzuschätzen und mögliche Vorsorgelücken frühzeitig zu erkennen. Vereinbaren Sie jetzt eine unverbindliche und kostenfreie Beratung mit dem UNIQA Beratungsteam.

Zusammenfassung UNIQA Finanzvorsorge-Studie 2026:

UNIQA Group - Pressekontakt

Untere Donaustraße 21
A-1029 Wien

E-Mail: presse@uniqa.at
Web: uniqagroup.com

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