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Radfahren im Winter

Sonne, Regen, Schnee und Eis – Radbegeisterte fahren das ganze Jahr über. Wie Pedalritter:innen sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.

19.10.2023 · carpe diem · 4 Min. Lesezeit

Radfahrer im Schnee

Bewegung an frischer Luft, kein Benzinverbrauch, keine Abgase und immer einen Parkplatz, dazu das Glücksgefühl, wenn man aus eigener Muskelkraft eine Steigung meistert oder auf gerader Strecke dahinsaust… Wenn einmal die Liebe zum Drahtesel erwacht ist, möchte man am liebsten das ganze Jahr über auf zwei Rädern unterwegs sein. Kein Problem mit angepasster Ausrüstung und Fahrweise, weiß UNIQA VitalCoach Isolde Schwaiger-Fleckl.

5 Tipps für die winterliche Fahrt

1. Warme und gut sichtbare Bekleidung

Setzen Sie bei der Bekleidung auf das Zwiebelsystem, also mehrere Schichten übereinander. Wind- und wasserabweisende Jacken oder Hosen bieten zusätzlich Vorteile. Achten Sie auf helle, am besten reflektierende Farben. Weil es im Winter dunkler ist, werden Sie so besser gesehen. Auch Reflektoren an der Kleidung erhöhen die Sichtbarkeit. Tragen Sie Handschuhe, um Ihre Hände warm zu halten, und Haube, Stirnband oder einen Helmüberzug, um den Kopf vor Kälte zu schützen.

2. Fahrrad winterfit machen

Ein gutes Reifenprofil ist das A & O. Wer viel im Winter und auf glatter Fahrbahn unterwegs ist, kann sich sogar Winterreifen im Fachhandel besorgen. Sichtbarkeit ist auch beim Rad ein Thema: gut funktionierendes Vorder- und Rücklicht sind ein absolutes Muss, Reflektoren an den Rädern eine Selbstverständlichkeit. Abnehmbare Lichter sollten nach jeder Fahrt abmontiert werden, da sich Akkus bei Kälte schneller entladen. Um bei glatter Fahrbahn rasch absteigen zu können, hilft es, den Sattel ca. 1-2cm niedriger einzustellen. Ein reduzierter Reifendruck (etwa 3,5 bis 4 Bar) sorgt für bessere Haftung.

Gut zu wissen

Mit einem Fahrrad, das perfekt auf seine:n Benutzer:in eingestellt ist, macht Radeln nicht nur mehr Spaß, es entlastet und trainiert den Körper auch gleichermaßen. Alle Tipps dazu gibt es im Artikel zum "Bikefitting".

3. Radtouren sorgfältig planen

Plane ich eine längere Radtour, sollte immer eine Notfallausrüstung dabei sein: Warme Getränke, Snacks (Nüsse oder Müsliriegel sind gute Energielieferanten) und eine Grundausstattung für Reparaturen sind dabei sinnvoll.

4. Fahrweise anpassen

Auch beim Fahren gelten im Winter andere Regeln als im Sommer: sanftes Bremsen und Beschleunigen sind Voraussetzung. Vorausschauend Fahren ist wichtig, um optimal reagieren zu können. Weil Bremswege im Winter länger sein können, ist es besser einen größeren Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einzuhalten. Unsichere Radfahrer:innen setzen bei Schnee und Glatteis lieber auf andere Verkehrsmittel. Auch bei tiefen Temperaturen (unter minus 12 Grad) sollten wir lieber auf das Radfahren verzichten, da die Gefahr für die Atemwege eventuell zu groß wird.

5. Regenerieren

Nach den Strapazen einer winterlichen Radtour heißt es, den Körper wieder zu verwöhnen. Optimal dafür sind eine warme Dusche, angenehme und warme Bekleidung sowie heißer Tee, um die Körpertemperatur zu heben und kohlehydratreiche Lebensmittel, um die Glykogenspeicher wieder aufzufüllen."

Sport im Winter – Fit durch die kalte Jahreszeit


Warum es gerade im Winter so gut für uns ist hinauszugehen und wie wir uns dafür am besten vorbereiten: Gesundheits- und Fitness-Experte Toni Klein hat Antworten auf alle Fragen zum Wintersport. Außerdem verrät er, wie die passende Ernährung aussieht und was die richtige Kleidung für Sport in der kalten Jahreszeit ist. Im UNIQA #GemeinsamBesserLeben Podcast anhören.

UNIQA VitalCoach

Zur Person:
Isolde Schwaiger-Fleckl ist staatlich diplomierte Trainerin für Fitness und Allgemeine Körperausbildung und war Ironman-Triathletin. Seit 2000 ist sie als Trainerin tätig und seit 2004 UNIQA VitalCoach. Ihre Spezialgebiete sind: Kraft- und Figurtraining, Trainingssteuerung und HIIT-Kurse (High Intensity Intervall Training). Am liebsten ist sie zu Fuß oder mit dem Mountainbike in den Bergen unterwegs.

Foto: Isolde Schwaiger-Fleckl © UNIQA/Robert Faritsch

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