Die Sozialversicherung: Eine für alle Fälle?

Wissen Sie, was die Unfall- und Krankenversicherung abdeckt und was nicht? Nein? Keine Sorge, so geht es vielen, denn das System der österreichischen Sozialversicherung ist ganz schön komplex.

Mit diesem Beitrag möchten wir aufzeigen, was die gesetzliche als auch die private Kranken- und Unfallversicherung leisten und worin sie sich im Detail unterscheiden.

23.08.2022

Wanderer im Hochgebirge

Die gesetzliche Sozialversicherung in Österreich ist in drei zentrale Bereiche aufgeteilt – die Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung. Sie dient dem allgemeinen Wohl und sorgt dafür, dass jede:r gesetzlich Versicherte in Österreich unter anderem Anspruch auf eine medizinische Grundversorgung hat.

Eine sinnvolle Ergänzung – die Basics zuerst

Wenn Sie zum Beispiel ins Spital müssen, einen verstauchten Fuß haben oder erkältet sind, ist Ihre ärztliche Behandlung über die österreichische Sozialversicherung abgedeckt. Das Problem: Oftmals sind nicht alle Leistungen, die wir brauchen, um schnell wieder gesund und fit zu sein, von der gesetzlichen Versicherung abgedeckt.

Aus diesem Grund besteht neben dem gesetzlichen Versicherungsschutz die Möglichkeit, sich zusätzlich privat zu versichern. Eine private Versicherung ist daher eine sinnvolle Ergänzung über die gesetzliche Absicherung hinaus. Um besser zu verstehen, was das konkret für jede:n von uns bedeutet, zeigen wir Ihnen zunächst die wesentlichsten Merkmale der gesetzlichen sowie privaten Kranken- und Unfallversicherung und wie sich diese unterscheiden.

Was leistet meine Kranken- und Unfallversicherung?

Eine Grobunterscheidung, die für die gesetzliche und die private Versicherung gilt:

  • Krankenversicherung

    Die Kosten für die Behandlungen werden getragen, ganz egal ob man wegen einer Krankheit oder eines Unfalls medizinisch behandelt wird.

  • Unfallversicherung

    Diese schützt hingegen bei Unfällen und deren Folgen.

Wie das aussehen kann, schauen wir uns nun etwas genauer an.

Unfall ist nicht gleich Unfall

Wann ein Unfall als Versicherungsfall gilt, ist in der gesetzlichen und privaten Unfallversicherung unterschiedlich geregelt. Das liegt daran, dass die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Arbeitsunfällen und Unfällen am direkten Weg hin zur oder von der Arbeit greift. Eine private Unfallversicherung schützt Sie wiederum auch bei Unfällen, die in der Freizeit passieren.

Mit einer privaten Unfallversicherung sind Sie also auch dann versichert, wenn Sie zum Beispiel nach der Arbeit eine Runde laufen gehen, wenn Sie am Wochenende eine Radtour machen, wenn Sie wandern gehen oder wenn Sie sich mit Freunden und Bekannten zum Sporteln treffen.

Gut zu wissen

Die private Unfallversicherung schützt rund um die Uhr und weltweit.

Rennradfahrer

3 von 4 Unfällen passieren zu Hause oder in der Freizeit

Unfälle im privaten Bereich sind häufiger als gedacht!


Das zeigt auch das Erlebnis von Lukas im folgenden Beispiel: Lukas ist 36 Jahre und Vater von zwei Buben. Als begeisterter Rennradfahrer verbringt er seine Wochenenden am liebsten auf zwei Rädern. Auf einer Spritztour bemerkt er jedoch den dicken Ast auf dem Weg leider viel zu spät. Er stürzt und muss in ein Krankenhaus. Dort erfährt er dann, dass er sich die Lendenwirbelsäule gebrochen hat.

Gut zu wissen

Auch selbstverschuldete Unfälle – sofern nicht vorsätzlich verursacht – sind in der privaten Unfallversicherung abgedeckt.

Die wichtigste Aufgabe der privaten Unfallversicherung: Genesung ohne finanzielle Sorgen

Aufgrund der Schwere der Verletzung muss Bruch operiert werden. Zur Beobachtung ist ein mehrtägiger Aufenthalt im Krankenhaus notwendig. Damit Lukas möglichst schnell keine Schmerzen hat und sich wieder gut bewegen kann, braucht er neben Physio- und Ergotherapie noch weitere Spezialbehandlungen.

Gips und Krücken

Lukas hat bei seiner privaten Unfallversicherung den Extraschutz Unfall- & Heilkosten mit Spital mitversichert. Deshalb muss er sich keine Gedanken um die zusätzlichen Behandlungskosten in der Höhe von 7.000 Euro machen. Diese werden von UNIQA übernommen. Lukas kann sich so komplett auf das gesund werden konzentrieren.

Wenn der Unfall nicht ohne Folgen bleibt

Die Verletzung der Lendenwirbelsäule hinterlässt einen bleibenden Schaden. Lukas kann sein rechtes Bein nicht mehr vollständig bewegen, wodurch Umbauten in der Wohnung notwendig werden. Die private Unfallversicherung von UNIQA hilft und zahlt die vertraglich vereinbarte Leistung für bleibende Invalidität. Auch das Auto der Familie kann aufgrund des nun zur Verfügung stehenden Geldes durch ein Fahrzeug ersetzt werden, mit dem Lukas trotz seiner Unfallfolgen uneingeschränkt fahren kann.

Auf einen Blick: Unterschiede zwischen der gesetzlichen und privaten Unfallversicherung

Gesetzliche Unfallversicherung

Wer ist versichert?

Arbeitnehmer:innen, beim AMS gemeldete Personen (im Rahmen ihrer Aus- und Weiterbildung)

Was ist versichert?

Arbeitsunfall, Berufskrankheiten, Tod