Kopfläuse – Wenn's juckt und brennt

Kind kratzt sich am Kopf

Alle Jahre wieder gibt es im Kindergarten oder in der Schule Läusealarm. Denn enger Kontakt begünstigt die Verbreitung. Und Kopfläuse fühlen sich auch auf den saubersten Köpfen wohl.

Kopfläuse sind zwei bis drei Millimeter kleine, blassgraue Insekten, die sich an menschlichen Haarschäften in der Nähe der Kopfhaut ansiedeln und dort ihre Eier legen. Mehrfach am Tag beißen sie ihren Träger und saugen Blut, um sich zu ernähren. In unseren Breiten übertragen sie in der Regel keine Erkrankungen, sind aber sehr lästig und verbreiten sich schnell weiter. Da sie weder fliegen noch springen können, werden die Läuse ausschließlich durch direkten Kontakt übertragen. In erster Linie also durch Wandern von Kopf zu Kopf. Aber auch durch Kleidung, die dicht an dicht aufgehängt ist, und durch gemeinsames Benutzen von Kämmen, Bürsten, Schals, Mützen, Bettwäsche oder Spieltieren. Beim Kämmen oder Haare waschen krallen sich die Tiere mit ihren kräftigen Beinen an den Haaren fest und sind so nur schwer zu entfernen.


Wie kann man Kopfläuse erkennen?

Die Läuse halten sich vorwiegend in den Bereichen hinter den Ohren, am Nacken und an den Schläfen auf, finden sich aber bei starkem Befall auch an Augenbrauen, Achselhaaren oder im Bart. Am Anfang kann es schwierig sein, Läuse, bräunlich-graue Lauseier und Nissen (weißliche Eierhüllen) auf der Kopfhaut zu erkennen. Hier ist oft eine Lupe hilfreich.
Beim Läusebiss gelangen Sekrete über den Speichel in die Kopfhaut, die starken Juckreiz verursachen. Besonders im Nacken und hinter den Ohren entwickelt sich ein Hautausschlag, der sich eitrig entzünden kann. Als Reaktion auf die Entzündung können Lymphknotenschwellungen im Nacken- und Halsbereich auftreten.


Was kann man gegen Kopfläuse tun?

Die Läuse halten sich vorwiegend in den Bereichen hinter den Ohren, am Nacken und an den Schläfen auf, finden sich aber bei starkem Befall auch an Augenbrauen, Achselhaaren oder im Bart. Am Anfang kann es schwierig sein, Läuse, bräunlich-graue Lauseier und Nissen (weißliche Eierhüllen) auf der Kopfhaut zu erkennen. Hier ist oft eine Lupe hilfreich.
Beim Läusebiss gelangen Sekrete über den Speichel in die Kopfhaut, die starken Juckreiz verursachen. Besonders im Nacken und hinter den Ohren entwickelt sich ein Hautausschlag, der sich eitrig entzünden kann. Als Reaktion auf die Entzündung können Lymphknotenschwellungen im Nacken- und Halsbereich auftreten.


Folgendes Schema wird empfohlen:

Tag 1: Mit einem Läusemittel behandeln und anschließend nass auskämmen,
Tag 5: nass auszukämmen, um früh nachgeschlüpfte Larven zu entfernen, bevor sie mobil sind,
Tag 8, 9 oder 10: erneut mit dem Läusemittel behandeln, um spät geschlüpfte Larven abzutöten,
Tag 13: Kontrolluntersuchung durch nasses Auskämmen,
Tag 17: evtl. letzte Kontrolle durch nasses Auskämmen.

Ein Spezialkamm mit engen Zinken, mit dem sich die abgetöteten Nissen und Läuse nach der Behandlung aus dem Haar leichter entfernen lassen, ist in Apotheken erhältlich. Die entzündlichen Hautveränderungen werden nach Beseitigung der Kopfläuse behandelt. Familienangehörige und andere enge Kontaktpersonen sollten ebenfalls auf Kopflausbefall untersucht werden. Bei Kindern unter drei Jahren sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Läusemittel nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden.


Weitere Maßnahmen

Um die Kopfläuse vollständig zu beseitigen und einer Neuansteckung vorzubeugen, ist zusätzlich eine gründliche Reinigung von Kämmen und Bürsten notwendig. Kleidung, Handtücher und Bettwäsche sollten gewechselt und bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Fußböden und Polstermöbel, auf denen sich Läuse oder Nissen befinden könnten, sind mit einem Staubsauger gründlich von Haaren zu reinigen. Stofftiere und textiles Spielzeug kann entlaust werden, indem man es für mindestens drei Tage in gut verschlossenen Plastiksäcken aufbewahrt. Insektizid-Sprays und Desinfektionsmittel sind nicht notwendig.  


Keine falsche Scham

Informieren Sie bitte unverzüglich Kindergarten oder Schule, wenn Sie bei Ihrem Kind Kopfläuse entdeckt haben. So können Spiel- und Klassenkameraden rasch auf Lausbefall kontrolliert werden und das Risiko einer Wiederansteckung vermindert werden.