Eye Movement Integration (EMI)
Eye Movement Integration (EMI) ist eine Intervention, die mit Augenbewegungen arbeitet.
16.09.2026 · medUNIQA · 1 Min. Lesezeit

Definition
Bei der Eye Movement Integration (EMI) werden Augenbewegungen eingesetzt, um belastende Erinnerungen oder traumatische Erfahrungen im Rahmen einer Psychotherapie zu behandeln.
Technik und Ablauf
Der Grundgedanke der Eye Movement Integration ist, dass belastende Erinnerungen mit bestimmten Wahrnehmungs- und Bewegungsmustern verbunden sind und durch geführte Augenbewegungen leichter verarbeitet werden können: Patient:innen können sich bei bestimmten Augenstellungen wieder an verdrängte Ereignisse erinnern.
In einer EMI-Sitzung verfolgt die behandelte Person mit den Augen die Handbewegungen der/des Therapeut:in. Die Augenbewegungen erfolgen in verschiedenen Richtungen, etwa horizontal, vertikal, diagonal oder kreisförmig. Dabei wird das belastende Ereignis thematisiert. Durch diese Vergegenwärtigung des Geschehenen auf mehreren Ebenen – nicht nur verbal, sondern auch nonverbal – kann das Erlebte dieser Theorie zufolge als Ganzes integriert werden.
In der Regel werden ein bis zwei Behandlungen zu jeweils 100 Minuten durchgeführt. Bei Kindern kann die Sitzung kürzer dauern. Zwischen den einzelnen Sitzungen sollten mehrere Tage liegen. Die Anwendung der Methode während einer laufenden psychotherapeutischen Behandlung ist möglich.
Informationen zu Anwender:innen
Eye Movement Integration (EMI) wird von Psychotherapeut:innen angeboten.
Hinweis für UNIQA Kund:innen mit privater Krankenversicherung
Eine tarifliche Leistung ist möglich, wenn die Behandlung durch niedergelassene Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen/Klinische Psycholog:innen erfolgt.
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