Zisch ab, Limo!

Kind trinkt Wasser.

Wieso Softdrinks dem Wasser nicht das Wasser reichen können.
Braucht die Welt wirklich noch einen Artikel über gesundes Trinkverhalten von Kindern? Wir meinen, ja! Es ist nämlich so: Ausreichend Wasser zu trinken ist enorm wichtig für unser Wohlbefinden. Das wissen Sie, das wissen wir – nur Ihre Kids wissen es wahrscheinlich nicht. Was also tun, wenn Ihr Nachwuchs normales Wasser „ur langweilig“ findet und mit Sitzstreik droht, falls die Limoflasche jetzt nicht SOFORT in den Einkaufswagen wandert? Regel Nummer 1: Keine Panik! 

Wir haben einige Tipps für Sie, wie Sie Ihren kleinen Trinkmuffeln daheim Wasser und andere gesunde Getränke schmackhaft machen können. Bevor wir mit den Tipps loslegen, nochmal die wichtigsten Basics auf einen Blick:

Flüssigkeitsbedarf: 1 ½ Liter täglich

Wozu so viel trinken? Wasser übernimmt wichtige Funktionen in unserem Körper, ist essentiell für den Stoffwechsel, die Entgiftung und vieles mehr! Wasser lässt auch unsere Gedanken sprudeln und sorgt für ausreichend Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Da unser Körper im Lauf des Tages viel Wasser verbraucht und z.B. durch Schwitzen wieder ausscheidet, müssen wir unsere Reserven also wieder auftanken.

Welche Getränke sind für Kinder geeignet?

  • Am besten geeignet: Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees und stark verdünnte Fruchtsäft
  • Weniger geeignet: Fruchtsäfte pur, Fruchtsaftgetränke und Frucht-Nektare sowie Limonaden.
  • Gänzlich ungeeignet: Schwarztees, Kaffee, Eistee, Colagetränke oder Energy-Drinks. Vorsicht bei Produkten, die mit „extra für Kinder“ werben! Die kleinen, bunten Packungen und Flaschen sehen auf den ersten Blick zwar kindertauglich aus, doch sind viele davon wahre Zuckerbomben.

10 Tipps wie Sie Ihren Kids das Wassertrinken schmackhaft machen

1. Machen Sie es richtig vor
Unsere Kinder schauen zu uns auf. Eltern und Verwandte haben daher auch großen Einfluss auf das Ess- und Trinkverhalten unserer Kinder. Stoßen Sie doch beim Essen gemeinsam mit einem Glas Wasser an! Zur Abwechslung können SIe zwischendurch natürlich auch ungesüßte Säfte oder Tees trinken. So lernen Ihre Kinder schon von klein auf, Ihren Durst mit gesunden Getränken zu löschen.

2. Rituale machen Kinder stark
Beim Spielen und Herumtoben vergisst man schnell mal aufs Trinken. Führen Sie deshalb feste Trinkzeiten ein: Starten Sie gemeinsam mit einem Glas Wasser in den Tag! Servieren Sie zu jeder Mahlzeit ein weiteres Glas Wasser. Ist ihr Kind schon größer, können Sie ihm die wichtige Aufgabe übertragen, die Gläser reihum mit Wasser zu füllen. Sorgen Sie außerdem dafür, dass außerhalb der Mahlzeiten immer ungesüßte Getränke in Griffweite stehen: Beim Lernen am Schreibtisch, beim Spielen im Garten, am Nachtkästchen etc.

3. Mischen Possible: Helfen Sie dem Wasser auf die Geschmackssprünge!
Was tun, wenn Ihr Kind zwar viel trinkt, aber klares Wasser langweilig findet? Unser Tipp: Mischen Sie normales Leitungs- oder Mineralwasser mit Früchten. Das verleiht Pepp und sieht gleich viel leckerer aus! Etwas frisch gepresster Zitronen- oder Orangensaft sorgen für eine feine Geschmacksnote. Ganze Himbeeren, Minze oder Zitronenscheiben an denen sich Blubberbläschen festsetzen machen langweiliges Mineralwasser gleich viel interessanter. Als Abwechslung eignen sich selbstgemachte heiße oder gekühlte Früchte- und Kräutertees mit verschiedenen Aromen wie Pfefferminze oder Zitrone hervorragend als Getränk zwischendurch.

4. Durstlöscher selbstgemacht
Die meisten Kinder helfen gerne beim Kochen, und  auch Getränke eignen sich prima zum Selbermachen. Lassen Sie Ihre Kids z. B. einen Cocktail aus Wasser und frischen Früchten zubereiten. Kleineren Kindern macht es riesigen Spaß, wenn sie die leckersten Früchte aussuchen und direkt in den Wasserkrug plumpsen lassen dürfen. Größere können mit Ihren Eltern gemeinsam köstliche Smoothies mixen oder Fruchtsäfte pressen. Kreieren Sie mit ihren Kindern interessante Namen für diese gesunden, selbstgemachten Durstlöscher. Der „Gute-Laune-Saft“ oder „Zitronen-Zaubertrank“ schmeckt gleich viel besser.

5. Wasser für Unterwegs
Egal ob lange Autofahrt, Schultag, Einkaufsbummel oder Fahrradausflug: Die Wasserflasche sollte immer mit dabei sein. Besonders wenn der Körper durchs Schwitzen Flüssigkeit verliert, müssen die Flüssigkeitsreserven wieder aufgetankt werden. Kleine Flaschen passen in jede Handtasche, Kinderwagen oder Getränkehalterung und können unterwegs leicht nachgefüllt werden.

6. Bunte Gläser
Auch wenn Lebensmittel und Getränke „speziell für Kinder“ meist wegen des hohen Zuckergehalts nicht empfehlenswert sind – eines können wir uns von ihnen abschauen: Die Verpackung ist oft genauso wichtig wie der Inhalt. Aus lustigen Gläser, Bechern oder Flaschen macht das Trinken gleich doppelt so viel Spaß. Wie wär’s, wenn Sie gemeinsam mit Ihren Kindern ein paar Gläser oder Tassen bemalen?

7. Trinkspaß mit Strohhalmen
Klingt simpel – ist es auch: Strohhalme wecken in uns den Drang, das Glas komplett auszutrinken. Nicht zuletzt dank der lustigen Schlürfgeräusche klappt dieser Trick auch wunderbar bei Kindern.

8. Trink-Tagebuch
Hartnäckige Wassermuffel lassen sich oft durch Mitschreiben motivieren. Basteln Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen bunten Wochenplan und hängen Sie ihn an die Wand. Pro Tag gibt es eine Zeile, in die Sie jeweils 6 Wassergläser malen. Für jedes Glas Wasser, das Ihr Kind trinkt, darf es ein Glas ausmalen.

9. Seien Sie kreativ
Niemand kennt ihr Kind so gut wie Sie. Hat es ein spezielles Hobby, oder lässt es sich durch irgendetwas besonders begeistern? Dann versuchen Sie, es zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Ist Ihr Kind großer Tier-Fan? Dann lässt es sich vielleicht dadurch beeindrucken, dass Elefanten sogar 100 Liter pro Tag trinken. Mit einem einzigen Zug mit dem Rüssel kann der Elefant 8 Liter Wasser einsaugen. Ein ziemlich großer Schluck, oder?

10. Kein Stress
Zu guter Letzt: Keine Panik, wenn Ihr Kind nicht jeden Tag genau 1-1 ½ Liter Wasser trinkt. Zwingen Sie Ihr Kind nicht, alles bis auf den letzten Tropfen auszutrinken, halten Sie keine langen Vorträge und drohen Sie nicht mit Konsequenzen. Jeder Mensch hat einen individuellen Bedarf und es kann auch mal ein bisschen mehr oder weniger sein. Hauptsache, es macht Spaß!