Tipps: Wie Sie die Wohnung im Sommer kühlen

Europa erlebt einen Rekordsommer – umso wichtiger, die eigene Wohnung kühl zu halten. Dafür gibt es einige erprobte Tipps, die Sie schnell umsetzen können, ganz ohne Klimaanlage.

Mädchen in Wohnung mit Ventilator
© Adobe Stock | New Africa

40,2 Grad, 41,8 Grad, 46,1 Grad – der Sommer der Superlative hatte es in sich. Zwischen Juni und Juli 2019 fiel ein Rekord nach dem anderen: In Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden. Auch in Österreich ging es zeitweise auf die 40 Grad zu. Umso wichtiger, wenigstens die eigene Wohnung angenehm kühl zu halten.

Was nicht hereinkommt, macht keinen Ärger

Am besten ist es, die Hitze von Vornherein auszusperren: Dafür Fenster und Türen tagsüber schließen, sobald die Außentemperatur bei über rund 25°C liegt.

Auch das Abdunkeln des Raumes hilft, deswegen schließen Sie bei praller Sonne ruhig Ihre Rollläden oder Vorhänge. Wenn Sie keine Rollos oder Jalousien haben, tut es auch eine Fensterfolie. Hier gilt: Helle Farben reflektieren besser als dunkle.

Das gilt übrigens auch bei Wänden: Weiß gestrichene Hauswände reflektieren besser. Sollten Sie gerade keine Streichaktion geplant haben, wie wäre es mit Pflanzen im Außenbereich? Sie spenden Schatten und schützen die Wände vor Sonneneinstrahlung.

Wenn die Hitze schon drin ist: Mit dem Ventilator kühlen?

Ist die Hitze aber erst einmal in der Wohnung, bietet sich zum Beispiel ein Ventilator an. Er bringt die Luft in Zirkulation und erfrischt, ohne so viel Energie zu verbrauchen wie eine Klimaanlage.

Am besten öffnen Sie am Abend, wenn sich die Temperaturen etwas gelegt haben, ein Fenster und stellen den Ventilator so auf, dass er die heiße Luft aus dem Zimmer nach draußen bläst.

Tagsüber hingegen sorgt der Ventilator zwar für ein besseres Gefühl, kühlt aber nicht. Schalten Sie ihn also ruhig ab, sobald Sie den Raum verlassen. Und Vorsicht: Mit Ventilator schlafen kann unter Umständen Erkältungen und Muskelverspannungen bringen.

Profi-Tipp 

Hängen Sie ein nasses Handtuch, am besten aus Baumwolle, vor den Ventilator oder stellen Sie einen Kübel mit Eiswürfeln davor. So wird kalte Luft durchs Zimmer geblasen – eine selbstgemachte Klimaanlage, sozusagen.

Geräte: Ausschalten, was aus gehört

Elektrogeräte erzeugen Wärme, auch im Standby-Modus. Deswegen schalten Sie Computer, Lampen und Co. aus, wenn Sie sie gerade nicht verwenden. 
Auch wer gerne kocht, sollte aufhorchen: Kochen erzeugt Hitze, deswegen verwenden Sie Herdplatten am besten so wenig wie möglich. Wie wäre es stattdessen mit Grillen im Garten? Wird doch mal im Haus gekocht, sorgt eine Dunstabzugshaube für Abhilfe.

Checkliste für eine kühle Wohnung

  • Tagsüber Fenster und Türen schließen, stattdessen in der Früh und am Abend lüften
  • Räume abdunkeln: Helle Rollos, Fensterfolien oder auch Bettbezüge über den Fenstern helfen.
  • Von außen helfen: Wände hell streichen oder Pflanzen für Draußen anschaffen.
  • Mit einem Ventilator die warme Luft hinausblasen
  • Mit dem Ventilator ein nasses Handtuch oder einen Eimer mit Eiswürfeln anblasen
  • Nasse Handtücher, Gardinen oder andere Stoffe (am besten aus Baumwolle) im Raum verteilen
  • Elektrogeräte ausschalten
  • Beim Kochen die Abzugshaube verwenden oder öfter mal draußen grillen
  • Morgens oder abends die Schranktüren öffnen: auch dort versteckt sich warme Luft


Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, steht einem entspannten Sommer eigentlich nichts mehr im Weg. Genießen Sie Ihre angenehm kühle Wohnung!

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