Theranostik
Theranostik ist ein modernes medizinisches Verfahren, das Diagnose und Behandlung miteinander verbindet.
Definition
Theranostik ist ein modernes medizinisches Verfahren, das Diagnose und Behandlung miteinander verbindet. Die Therapie soll möglichst gezielt und auf die individuelle Situation abgestimmt sein. Bei Krebserkrankungen ermöglicht dies beispielsweise, Tumoren präzise zu lokalisieren und direkt zu behandeln – weitgehend ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.
Technik und Ablauf
Zu Beginn werden Untersuchungen durchgeführt, etwa mithilfe bildgebender Verfahren oder spezieller Laboranalysen. Häufig werden dabei radioaktiv markierte Substanzen per Injektion verabreicht, die sich gezielt an erkrankten Zellen anreichern und diese in der Bildgebung sichtbar machen.
Diese Vorgehensweise wird auch bei der Behandlung genutzt. Die Substanzen binden gezielt an die betroffenen Zellen und entfalten ihre Wirkung direkt vor Ort. Dadurch kann krankhaftes Gewebe gezielt behandelt werden, während umliegendes gesundes Gewebe weitgehend geschont bleibt. Im Unterschied zur klassischen Strahlentherapie erfolgt die Wirkung von innen heraus und schädigt kaum gesundes Gewebe. Der Behandlungsverlauf wird regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf angepasst.
Informationen zu Anwender:innen
An der Theranostik sind Ärzt:innen mit unterschiedlicher medizinischer Spezialisierung beteiligt. Die Behandlung findet in der Regel in spezialisierten medizinischen Zentren statt.
Hinweis für UNIQA Kund:innen mit privater Krankenversicherung
Eine tarifliche Leistung ist möglich, wenn die Behandlung durch eine:n niedergelassene:n Arzt:Ärztin erfolgt.