Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)

Die Sinusitis ist eine akute oder chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen. Die Ursache ist meist ein viraler Infekt.

Frau hält Hände an die Nase

Was geschieht bei einer Sinusitis?

Die Nasennebenhöhlen (Sinus) sind luftgefüllte Hohlräume des Schädelknochens, die mit Schleimhaut ausgekleidet sind. Das dort gebildete Sekret kann im Normalfall über kleine Öffnungen der Nebenhöhlen in die Nasenhöhle abfließen. Bei einer Sinusitis ist die Schleimhaut entzündlich geschwollen, wodurch die Öffnung zur Nasenhöhle verlegt und das Abfließen des Schleimes behindert sein kann. Häufig ist auch die Nasenschleimhaut entzündet. Man spricht dann von einer Rhinosinusitis. Ursache der Entzündung ist meist ein viraler, deutlich seltener ein bakterieller Infekt. Aber auch bei einer Allergie (Heuschnupfen) kann es zur Sinusitis kommen.

Was Sie über die Behandlung einer Sinusitis wissen sollten

1. Beschwerden: Stechende Kopfschmerzen, Schnupfen, Zahnschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit, vermindertes Geruchsempfinden und pochende Schmerzen im Bereich der Nebenhöhlen sind die häufigsten Beschwerden der Sinusitis. Die Schmerzen werden stärker, wenn man den Kopf tief hält.

2. Behandlung:Es können pflanzliche Sekretolytika (schleimlösende Mittel) eingesetzt werden. Lokale Nasenspülungen mit physiologischer Kochsalzlösung und Inhalieren mit heißem Wasserdampf kann ebenfalls die Beschwerden bessern. 
Abschwellende Mittel in Form von Nasensprays oder -tropfen tragen außerdem dazu bei, dass der Schleim besser abfließen kann. Sie sollten jedoch nicht länger als eine Woche zur Anwendung kommen, da es sonst beim Absetzen zu einer erneuten Verstopfung der Nase kommt. Paracetamol oder Ibuprofen können zur Linderung der Schmerzen eingesetzt werden. Bei allergischer Ursache können Antihistaminika nützlich sein. Manche dieser Mittel machen schläfrig und dürfen zum Beispiel beim Autofahren nicht eingesetzt werden. Starke Schmerzen, hohes Fieber, zunehmende Verschlechterung und drohende Komplikationen können eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich machen.

3. Verlauf und Prognose: Die akute Sinusitis bessert sich in etwa zwei Drittel der Fälle auch ohne Behandlung innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Es kann jedoch einige Wochen dauern, bis Sie völlig beschwerdefrei sind. Wenn die Entzündung länger als drei Monate besteht, spricht man von einer chronischen Sinusitis. Faktoren, die dies begünstigen, sind: Nasenpolypen (gutartige Schleimhautausstülpungen), Allergien, bei denen vermehrt Nasensekret abfließt, eine Verkrümmung der Nasenscheidewand sowie Rauchen.

Starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Sehstörungen und Benommenheit können Hinweise auf Komplikationen sein und erfordern unbedingt ärztliche Hilfe!

Das können Sie bei Sinusitis selbst tun

Inhalationen mit Kamillendampf oder Kochsalzlösung, Bestrahlung mit einer Infrarotlichtlampe und Nasenspülungen mit Salzwasser werden von manchen Patienten als hilfreich erlebt. Schonen Sie sich jedenfalls, bis Sie sich besser fühlen. Rauchen Sie nicht und trinken Sie ausreichend Flüssigkeit!


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