Typ-2-Diabetes

Hauptursachen des Diabetes mellitus Typ 2 sind eine genetische Veranlagung und ein ungesunder Lebensstil.

Finger mit Bluttropfen und Diabetes-Teststreifen


Was geschieht bei Typ-2-Diabetes?

Das vom Körper produzierte Hormon Insulin ist dafür zuständig, Ihren Blutzuckerspiegel auf einem gesunden Niveau zu halten. Beim Typ-2-Diabetes besteht jedoch eine Insulinunempfindlichkeit (auch Insulinresistenz genannt). Das hat zur Folge, dass die Muskel- und Fettzellen bzw. die Zellen der Organe das Insulin nicht gut „erkennen“ und den Blutzucker nicht in ausreichendem Maße aufnehmen. Neben der Insulinresistenz kann es auch beim Typ-2-Diabetes so wie beim Typ-1-Diabetes zu einer mangelhaften Insulinproduktion kommen. Es bleibt somit zu viel Zucker im Blut – und das schädigt Ihre Gefäße!

Was Sie als Patient über Typ-2-Diabetes unbedingt wissen sollten


1. Therapieziel:
Die Behandlung soll Ihnen ein gutes und langes Leben mit nur geringen bis gar keinen Beschwerden oder Folgeschäden an Herz, Nieren und anderen Organen ermöglichen. Grundlage dafür ist unter anderem eine optimale Blutzuckereinstellung. Um diese zu überprüfen, wird Ihr Arzt regelmäßig den so genannten HbA1c-Wert („Langzeitzucker“) bestimmen. Dieser sollte in jedem Fall unter 7,5% liegen.

2. Behandlung: Hauptursachen des Typ-2-Diabetes sind eine genetische Veranlagung und ein ungesunder Lebensstil. Dazu gehören Übergewicht, vor allem im Bereich des Bauches („Bauchfett“), und Bewegungsmangel. Abnehmen und regelmäßige Bewegung sind daher die Grundlage der Behandlung. Eventuell reichen eine kalorien- und fettarme Ernährung sowie Sport und eine entsprechende Gewichtsverringerung bereits aus, um Ihren Blutzucker in den Griff zu bekommen. Ist dies nicht der Fall, wird der Einsatz von Medikamenten notwendig. Orale Antidiabetika, also Mittel zum Einnehmen, können unterschiedlich wirken: Manche machen die Zellen empfindsamer für das Insulin, andere fördern die Freisetzung des Hormons. Kann der Blutzuckerspiegel auch mithilfe dieser Medikamente nicht kontrolliert werden, muss regelmäßig Insulin mittels Injektion unter die Haut verabreicht werden. Dies kann ganz leicht erlernt und vom Patienten selbst durchgeführt werden.

3. Weitere Maßnahmen: Zur Verminderung des Risikos für langfristige Folgeschäden wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Augen- und Nierenerkrankungen ist es oft notwendig, zusätzlich zur Blutzuckerregulierung Medikamente zur Senkung von Blutdruck und Cholesterinspiegel sowie blutgerinnungshemmende Medikamente einzunehmen. In diesem Fall ist es wichtig, dass diese Medikamente konsequent den ärztlichen Empfehlungen entsprechend eingenommen werden. Regelmäßige Blut- und Urinkontrollen, augenärztliche Untersuchungen sowie Fußuntersuchungen dienen schließlich dazu, die Wirksamkeit aller therapeutischen Maßnahmen sicherzustellen.

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