Lungenembolie

Bei einer Lungenembolie verschließt ein verschlepptes Blutgerinnsel eine oder mehrere Lungenarterie/n. Dadurch erhält das Lungengewebe zu wenig Blut.

Arzt-Patienten-Gespräch, imac Vordergrund Stethoskop und Patientenakte

Was geschieht bei einer Lungenembolie?

Bei der Lungenembolie verschließt bzw. verengt ein verschlepptes Blutgerinnsel eine Lungenarterie. Das von diesem Blutgefäß – der Verschluss kann auch mehrere Lungenarterien betreffen - versorgte Lungengewebe erhält dadurch zu wenig Blut. Meist bilden sich die auslösenden Blutgerinnsel in den Venen von Beinen und Becken. Man spricht von einer tiefen Venenthrombose. Wenn sich der Thrombus löst, gelangt das Blutgerinnsel in den rechten Vorhof des Herzens und von dort über die rechte Herzkammer und die Lungenarterie in die Lunge. Da sich die Lungenarterien immer weiter verästeln und ihr Durchmesser daher stärker abnimmt, bleibt der Blutpfropf irgendwann stecken und verschließt das Gefäß. Faktoren wie Übergewicht, schwere Verletzungen oder Bettlägerigkeit erhöhen die Gefahr einer tiefen Venenthrombose – und damit auch einer Lungenembolie.

Was Sie über die Behandlung einer Lungenembolie wissen sollten

1. Beschwerden: Kleine Lungenembolien machen oft keine Beschwerden. Große Gefäßverschlüsse hingegen können durch Schädigung von Lungengewebe lebensbedrohlich sein und müssen umgehend behandelt werden. Zu den Symptomen einer Lungenembolie gehören Husten, Atembeschwerden, Schwindel und Herzrasen, ebenso Ohnmacht und plötzliche Brustschmerzen. Wenn diese Beschwerden bei Ihnen neu auftreten oder sich verschlimmern, dann suchen Sie bitte rasch ärztliche Hilfe. Auch bei den typischen Beschwerden einer tiefen Venenthrombose - Schwellung, Schmerz und Überwärmung des betroffenen Gebietes - sollte aufgrund der Gefahr einer Lungenembolie umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

2. Behandlung: Eine Lungenembolie wird zumeist im Spital mit so genannten Antikoagulantien, also Gerinnungshemmern, auch oft als „Blutverdünner“ bezeichnet, behandelt. Diese Arzneimittel führen dazu, dass das Gerinnsel in der Lungenarterie nicht größer wird. Sie müssen daher über einige Monate konsequent eingenommen werden, damit der Körper Zeit hat, das Gerinnsel aufzulösen und um zu verhindern, dass sich neue Gerinnsel bilden.

3. Therapieziel: Eine erneute Lungenembolie zu verhindern, so dass Sie weiter ein gutes, aktives Leben führen können. Das ist mit den heutigen Behandlungsmethoden ein Behandlungsziel, das häufig erreicht wird. Die Medikamente sind gut verträglich, erhöhen aber die Blutungsneigung. Wenn Sie verstärkt blaue Flecken, Nasen- oder Zahnfleischbluten bemerken, geben Sie bitte Ihrem Arzt Bescheid, damit dieser die Behandlung anpassen kann. 

4. Prognose: Die Prognose ist von vielen Faktoren abhängig. Alter, Schweregrad und Dauer der Embolie. Während kleine Lungenembolien meist recht unproblematisch sind, kann der Verschluss einer großen Lungenarterie durchaus lebensbedrohlich sein. 

Das können Sie selbst bei einer Lungenembolie tun

Nicht rauchen, Übergewicht reduzieren, regelmäßige Bewegung, ausreichend trinken – mit diesen Maßnahmen können Sie selbst entscheidend zum Behandlungserfolg beitragen.  


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