Halswirbelsäulensyndrom

Häufigste Ursachen sind Muskelverspannungen als Folge von schlechter Haltung oder Stress. 

Frau kreuzt Hände im Nacken

Was geschieht bei einem Halswirbelsäulensyndrom?

Das Halswirbelsäulensyndrom äußert sich durch mehr oder weniger starke Nackenschmerzen, eventuell in Kombination mit Schwindel, Kopfschmerzen und Ohrensausen (Tinnitus). Häufigste Ursachen sind Muskelverspannungen als Folge von schlechter Haltung oder Stress, gereizte Nerven und kleine Schädigungen der Wirbelsäule. Sie sind meist die Folge von mangelnder Bewegung, einseitiger Belastung und Stress.

Was Sie als Patient unbedingt wissen sollten

1. Beschwerden: Nackenschmerzen im Rahmen des Halswirbelsäulensyndroms sind dadurch gekennzeichnet, dass sie über einen längeren Zeitraum immer wiederkehren, sowohl in Ruhe als auch bei Belastung auftreten können und sich durch Aktivität bessern. Sollten sich Ihre Beschwerden akut verschlimmern, geben Sie bitte Ihrem Arzt Bescheid.

2. Medikamente bei Nackenschmerzen: Bei Nackenschmerzen werden häufig Schmerz- und entzündungshemmende Mittel aus der Gruppe der Nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Diese können zu Magenschmerzen führen – bitte wenden Sie sich an einen Arzt, wenn solche Nebenwirkungen auftreten. Auch die Substanz Paracetamol wirkt gegen die Schmerzen. Beachten Sie, dass Paracetamol in zu hoher Dosierung die Leber schädigen. kann. Muskelrelaxanzien können bei starken Schmerzen eingesetzt werden, um die Muskulatur zu entspannen. Sie dürfen aufgrund der Gefahr einer Suchtentwicklung aber nur kurzfristig angewendet werden.

3. Infiltrieren/Quaddeln: Bei stärkeren Schmerzen und massiver Bewegungseinschränkung kann die Muskulatur mit einem Betäubungsmittel infiltriert werden (d.h. es wird in den Muskel injiziert) oder es können mehrere Quaddeln an der Haut gesetzt werden.

4. Nicht-medikamentöse Methoden: Dazu zählen Krankengymnastik, idealerweise in Kombination mit manueller Mobilisation von Muskulatur und Gelenken durch einen Arzt oder Physiotherapeuten sowie verschiedene physikalische Maßnahmen, wie Ultraschall, Massage und Stromanwendungen. Auch die Akupunktur kann, insbesondere bei chronischen Nackenschmerzen wirksam sein. Sind Ihre Nackenschmerzen vor allem stressbedingt, sind auch Entspannungstechniken wie Yoga, Feldenkrais oder progressive Muskelentspannung empfehlenswert.

5. Prognose: Schmerzmittel und Muskelrelaxanzien bringen nur kurzfristig eine Linderung und wirken vor allem der Ursache der Nackenschmerzen nicht entgegen. Um eine langfristige Besserung zu erreichen, sollten Sie schlechte Bewegungs- und Haltungsmuster identifizieren und ändern. Dazu zählen vor allem Ihre Haltung beim Sitzen und Heben sowie Ihre Schlafposition. Ohne regelmäßige Bewegung kehren die Nackenschmerzen in der Regel immer wieder. Ideal ist Krafttraining, das die Bauch- und Rückenmuskulatur stärkt.


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