Asthma (Asthma bronchiale)

Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der es zu einer Verengung der Atemwege und vermehrter Produktion von Schleim kommt.

Arzt-Patienten-Gespräch, im Vordergrund Stethoskop und Patientenakte

Was geschieht bei Asthma?

Die Atemwege eines Asthmatikers sind gegenüber vielen Reizstoffen überempfindlich. Beim allergischen Asthma wird die Entzündung durch Allergene ausgelöst, z.B. Pflanzenpollen oder Tierhaare. Nicht-allergisches Asthma kann durch unterschiedliche Reize ausgelöst werden, wie körperliche Anstrengung, Infektionen der Atemwege oder Zigarettenrauch.

Das sollten Sie über die Behandlung von Asthma wissen

1. Prognose: Asthma ist eine chronische Erkrankung. Das bedeutet, dass in den meisten Fällen keine Heilung möglich ist. Asthma kann aber sehr gut behandelt werden, sodass Sie ein weitgehend beschwerdefreies und uneingeschränktes Leben führen können.

2. Behandlung akuter Asthmaanfälle: Es ist typisch für Asthma, dass die Beschwerden nicht durchgehend, sondern anfallsartig auftreten. Gegen Asthmaanfälle helfen Ihnen Medikamente, die ihre Wirkung sehr schnell entfalten und die Verkrampfung der Bronchien lösen, wodurch Sie wieder leichter atmen können. Sie wirken jedoch nicht gegen die Entzündung. Diese Medikamente werden über Inhalatoren eingeatmet. Es ist wichtig, dass Sie den Ihnen verordneten Inhalator gut bedienen können und ihn immer bei sich haben. Wenn Sie bezüglich der richtigen Handhabung Ihres Inhalators unsicher sind, zögern Sie nicht, einen Arzt um Rat zu fragen.

3. Behandlung der Entzündung: Um Asthmasymptomen und -anfällen vorbeugen zu können, muss ab einem bestimmten Schweregrad der Erkrankung die zugrunde liegende Entzündung eingedämmt werden. Dies kann am wirksamsten durch Inhalation von Medikamenten aus der Gruppe der Steroide (Glukokortikoide) erreicht werden. Je nachdem, wie sich die Beschwerden entwickeln, müssen diese Mittel langfristig oder nur über einen bestimmten Zeitraum angewendet werden. Da inhalative Steroide sehr gezielt in die Atemwege gelangen, verursachen sie kaum Nebenwirkungen. 

4. Therapiekontrolle: Ziel der Therapie ist es, dass Sie so selten wie möglich Anfälle haben und zwischen den Anfällen möglichst symptomfrei (!) sind. Um das zu erreichen, sollten Sie immer mit Ihrem Arzt Rücksprache halten, wenn eine Verschlechterung eintritt. Auch regelmäßige Lungenfunktionstests sind wichtig, damit die Dosierung Ihrer Medikamente immer optimal an den Schweregrad Ihrer Erkrankung angepasst werden kann. Grundsätzlich gilt: Sie sollten weder zu viele noch zu wenige Medikamente einnehmen.

Das können Sie bei Asthma selbst tun

Sie sollten die Auslöser Ihrer Asthmaerkrankung so gut wie möglich vermeiden, also unbedingt auch Ihren Allergiestatus kennen. Ausdauersportarten wie Joggen oder Schwimmen unterstützen Herz und Lunge; Sie sollten sich aber auf keinen Fall dabei überanstrengen. Tabakrauch schadet Ihren Atemwegen, deshalb sollten Sie auf keinen Fall rauchen und auch Passivrauchen vermeiden. Bei Übergewicht sollte eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. 


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