Babyboomer werden Pensionisten

Über 60 Jahre nach der Aufbruchstimmung in der jungen Republik brechen die Babyboomer in die Pension auf und hinterlassen eine große Lücke.

Baby mit Brille rechnet
© Adobe Stock | kanashkin

Es war der Aufbruch in eine neue Zeit. Die Schrecken des zweiten Weltkriegs gehörten endlich der Vergangenheit an und Cola, Rock and Roll und Schmalzlocke brachten die so lange ersehnte Freiheit. Wirtschaftlich ging es bergauf und die jungen Familien beschränkten sich nicht nur aufs Geldverdienen. Ein wahrer Kindersegen stand der jungen zweiten Republik ins Haus. Erst durch die Einführung der Anti-Baby-Pille ging es mit der Zeugung nicht mehr so munter weiter.

Wiederaufbau und Babyboom

Diese Generation prägte nicht nur eine ganze Gesellschaft, die Kunst und die Politik, sondern hinterließ auch in den Bevölkerungsstatistiken ihre Spuren: Die sogenannten Babyboomer wurden in den geburtenstarken Jahrgängen der 1960er-Jahre geboren. Sie sind heute zwischen 50 und 60 Jahre alt und werden in nächster Zeit in Pension gehen.

Wer kurz vor der Pensionierung steht, der braucht sich eigentlich keine großartigen Sorgen mehr machen. Doch für alle, die noch ein Weilchen zu arbeiten haben, sind die Hochrechnungen der Statistik Austria alles andere als leichte Kost. Denn seit gut 20 Jahren sind jährlich zwischen 70.000 und 95.000 Österreicherinnen und Österreicher in Pension gegangen. Das sind rund 2,3 Millionen Pensionisten insgesamt.

Gut zu wissen

Seit gut 20 Jahren sind pro Jahr zwischen 70.000 und 95.000 Österreicherinnen und Österreicher in Pension gegangen: rund 2,3 Millionen Pensionisten insgesamt.

Peace for the world

Schon seit Jahren rätselt man über die Finanzierbarkeit des Pensionssystems. Daneben rücken auch Arbeitsmarktsorgen in den Mittelpunkt der politischen Debatte. Wir stehen nämlich vor einer gewaltigen Pensionierungswelle und schon heute fehlen in der Wirtschaft Nachwuchs- und Fachkräfte zu Tausenden. Die Babyboomer erreichen ab dem kommenden Jahr schrittweise das Pensionsalter. Das Verhältnis der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und im Ruhestand wird sich also in den nächsten Jahren deutlich verschieben.

I'm A Believer

Doch die Antwort auf die wichtigste Frage im Zusammenhang mit den großen Alterskohorten der Babyboomer-Generation bleibt: Wer macht dann die Arbeit, wer zahlt dann noch in unser Pensionssystem ein? Wie sollen die Jungen, ältere Beschäftigte, Frauen und Zuwanderer jene Lücken schließen, die die Babyboomer hinterlassen? In den aktuellen Bevölkerungsprognosen der Statistik Austria sind nur folgende Dinge klar ersichtlich: Österreichs Bevölkerung wächst und altert. Die Altersabhängigkeit wird in den nächsten Jahren also stark steigen. Auch der Bereich Pflege wird immer wichtiger.

Wild Thing

Auch wenn man in den Zukunftsszenarien von einer langfristigen Angleichung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern ausgeht, ergeben sich hier einige Konflikte. Zum einen gehen Frauen in Karenz und haben aufgrund familiärer Fürsorgepflichten oft Teilzeittätigkeiten. Zum anderen sind es meist auch die Frauen, die häusliche Altenpflege innerhalb der Familie übernehmen. Unterm Strich wird es jedenfalls besonders wichtig, die gesamtwirtschaftliche Arbeitskraft zu erhalten. Daher ist eine Pensionsvorsorge für Frauen wichtig. Die Babyboomer-Problematik wird sich definitiv in den nächsten 15 Jahren zeigen und zur Mega-Herausforderung werden. Bis dahin erwarten Experten gewaltige Turbulenzen und Umwälzungen. Und bis dahin sollten sich alle, die noch ein Stückchen vom künftigen Pensionsalter entfernt sind, entsprechend informieren und am besten mit einer privaten Vorsorge wappnen.

Fazit

Nachdem sich die Babyboomer-Problematik in den nächsten 15 Jahren zeigen wird, sollte man sich jetzt schon mit einer privaten Vorsorge um die Zukunft kümmern.

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