Erste Hilfe bei Freizeitunfällen: Sicher durch den Sommer

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Wussten Sie, dass 75 % aller Unfälle im Haushalt, in der Freizeit und beim Sport passieren? In den Sommermonaten sind Freizeitunfälle besonders häufig. Prellungen beim Fußballspielen, Brandverletzungen vom Grillen, Wespenstiche oder Badeunfälle – wer den Sommer in vollen Zügen genießt, dem kann schnell etwas passieren. Umso wichtiger ist es, gewappnet zu sein und Erste Hilfe leisten zu können.

Wir werfen einen Blick auf die typischen Sommerunfälle und geben Ihnen Erste-Hilfe-Tipps für den Ernstfall.

Erste Hilfe bei Insektenstichen

Die meisten Insektenstiche sind harmlos, doch im schlimmsten Fall können sie einen tödlichen Ausgang nehmen. Die beste Erste-Hilfe-Maßnahme ist Kühlen: Ein Cool-Pack oder kaltes Seewasser lindern den Schmerz und die Schwellung. 

Besondere Vorsicht gilt bei Allergikern oder bei Wespenstichen im Mund- und Augenbereich. Zeichen für eine allergische Reaktion sind z. B. Schwindel, Atemnot oder Schluckbeschwerden - bei diesen Anzeichen bitte sofort den Notarzt verständigen. Wer weiß, dass er an einer Allergie leidet, sollte sofort seine Medikamente einnehmen. Lagern Sie zudem den Oberkörper erhöht und lockern Sie die Kleidung. Schwellungen im Mundraum müssen so schnell wie möglich gelindert werden, da sonst Erstickungsgefahr droht. Eislutscher kühlen von innen, während äußerlich mit einem Cool-Pack eingewirkt werden kann.
 
Bei Zeckenstichen liegt die Gefahr nicht in der unmittelbaren Reaktion, sondern in der möglichen Infektion mit FSME oder Borrelien. Erfahren Sie hier mehr über die Gefahren durch Zeckenstiche und wie Sie sich schützen können.

Erste Hilfe bei Badeunfällen

Beim Schwimmen stehen Verletzungen, etwa durch den Sprung in unbekannte Gewässer oder Fangenspielen am Beckenrand, an der Tagesordnung. Die größte Gefahr geht allerdings vom Ertrinken aus. Durch Krämpfe, Strömungen, das Überschätzen der eigenen Kräfte, oder Leichtsinn, kann schnell etwas passieren.

Signale richtig deuten: Wer auf Warnsignale wie Hilferufe oder winkende Arme wartet, wartet oft zu lange. Denn oft hat der Ertrinkende keine Kraft, um auf sich aufmerksam zu machen. Vor allem Kinder ertrinken häufig ganz leise: Taucht der Kopf unter Wasser kann es zu einer Schockreaktion kommen, der Körper versteift sich und es kommt zum Tod durch Ersticken. Für Eltern lautet daher die wichtigste Hilfemaßnahme: Lassen Sie Ihre Kinder nie aus den Augen!

So reagieren Sie richtig: Nach dem Absetzen des Notrufs steht die Bergung des Ertrinkenden im Vordergrund. Nehmen Sie schwimmende oder auftreibende Mittel wie Rettungsringe oder Luftmatratzen zu Hilfe und halten Sie den Kopf des Verunfallten über Wasser. Zurück an Land müssen Sie sofort die Atmung kontrollieren und gegebenenfalls mit der Reanimation beginnen, bis die Rettungskräfte eintreffen. Um eine Unterkühlung zu vermeiden, sollte der Gerettete außerdem zugedeckt werden. 

Risiko Sekundäres Ertrinken: Gelangt Wasser in die Lunge, kann der Betroffene selbst Stunden nach dem Unfall, quasi im Trockenen „ertrinken“. Tritt nach der Rettung Müdigkeit, schnellere Atmung, vermehrtes Husten, Teilnahmslosigkeit oder eine Blaufärbung der Lippen ein, sollten Sie umgehend den Arzt aufsuchen.

Detaillierte Informationen und Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Ertrinken gibt das BMGF.

Erste Hilfe bei Brandverletzungen beim Grillen

Grillunfälle wie Verbrennungen oder Schnittwunden stehen ganz weit oben auf der Liste der Freizeitunfälle. Nicht nur die Grillmeister, auch neugierige Gäste und neben dem Grill spielende Kinder sind gefährdet.

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So reagieren Sie bei Verbrennungen: Ersticken Sie etwaige Flammen am Körper mit Wasser oder durch Wälzen am Boden. Die Brandwunden müssen mit kaltem Wasser (nicht zu kalt!) gekühlt werden. Kleine Verbrennungen können mit Salben selbst behandelt werden. Sollten diese sich aber entzünden oder nicht abheilen, empfiehlt es sich auch hier, einen Arzt aufzusuchen. Bei schweren Verbrennungen ist professionelle Hilfe unumgänglich. Denken Sie auch an die rasche Löschung des Brandherdes. Dafür sollten Sie vorab Feuerlöscher, Wasser oder einen Eimer mit Sand bereitstellen.

Erste Hilfe bei Wanderunfällen

In den Bergen sind Unfälle besonders gefährlich. Oft fehlen die notwendigen Hilfsmittel wie Verbandszeug, das Handy hat meist keinen Empfang und der Abstieg ist in verletztem Zustand selten möglich.

Das können Sie tun: Bei schlimmen Wanderunfällen wie Knochenbrüchen oder Bewusstlosigkeit durch Stürze ist ein Notruf unumgänglich. Falls Sie in den Bergen keinen Empfang haben, können Sie trotzdem die Euro-Rufnummer 112 wählen.
Bis zum Eintreffen der Rettung ist Erste Hilfe zu leisten. Je nach Verletzung heißt das: Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten, gebrochene Körperteile stabilisieren, Blutungen mit Druckverbänden stillen, verschmutzte Wunden desinfizieren. Bewahren Sie in jedem Fall Ruhe und versuchen Sie keine waghalsigen Rettungsaktionen im Alleingang.

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Verletzungen beim Fußballspielen und anderen Sportarten

Sport birgt ein besonders großes Unfallrisiko. Unangefochten an Platz 1 steht Fußball, mit knapp 50.000 Verletzten im Vorjahr. Aber auch Inlineskaten, Radfahren und andere Mannschaftssportarten sind nicht ganz ungefährlich. Von der oberflächlichen Schürfwunde über Verstauchungen bis zum Knochenbruch – ein kleiner Sturz oder ein Zusammenstoß können schwerwiegende Folgen haben.

Erstversorgung bei Sportunfällen: Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die Verletzung. Gibt es Schwellungen? Kann der betroffene Körperteil noch bewegt werden? Muss der Verunfallte abtransportiert werden?
Grundsätzlich gilt: Offene Wunden müssen immer desinfiziert und zumindest mit Wasser gereinigt werden. Schürfwunden und kleine Schnitte lassen sich gut mit Pflastern behandeln, bei starken Blutungen muss ein Druckverband angelegt werden. Bringen Sie den Verletzten dafür in eine bequeme Sitz- oder Liegeposition, möglichst im Schatten. Bei Knochenbrüchen muss der betroffene Körperteil stabilisiert werden. Kühlen Sie die Schwellung mit Wasser (sofern es sich um keinen offenen Bruch oder eine Wunde handelt) und warten Sie auf den Notarzt. 

Erste Hilfe bei Sonnenstich und Hitzschlag

Beim Schwimmen und Sporteln merken wir oft nicht, wie sehr die Sonne und die Hitze unserem Körper zusetzt – erst, wenn es zu spät ist. Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen sind typische Zeichen für einen Sonnenstich.

Jetzt heißt es: Raus aus der Sonne! Kühlen Sie den Kopf und den Oberkörper mit feuchten Tüchern und trinken Sie kühles Wasser. Hitzeschlag ist noch gefährlicher als Sonnenstich. Er wird durch körperliche Überanstrengung in heißer Umgebung ausgelöst. Die Symptome reichen von Ermattung über erhöhten Puls bis zu Halluzinationen und Bewusstseinstrübung. Rufen Sie den Notarzt, bringen Sie den Betroffenen in den Schatten und versuchen Sie, die Körpertemperatur durch Kühlen zu senken.

Allgemeine Tipps

  • Denken Sie vorausschauend: Erkundigen Sie sich am Strand nach dem Bademeister oder dem Notruftelefon, packen Sie immer Ihr Handy und ein Erste-Hilfe-Paket ein.
  • Halten Sie die wichtigsten Notrufnummern parat: 
    - 144, die Notrufnummer für Rettung und Notarzt in Österreich.
    - nicht zu verwechseln mit 141, dem Ärztefunkdienst. Hier erreichen Sie am Wochenende oder nachts einen praktischen Arzt.
    - 112, der Euro-Notruf, der in ganz Europa gültig ist. Er ist sogar ohne Empfang oder SIM erreichbar.
    - Erkundigen Sie sich vor Ihrem Auslandsurlaub unbedingt nach den Notrufnummern des jeweiligen Landes.
  • Machen Sie einen Erste Hilfe Kurs: Nicht nur für Erwachsene, auch für Kinder sollte ein Erste Hilfe Kurs selbstverständlich sein. Wer rasch und richtig reagiert, kann Leben retten. Einen ersten Leitfaden finden Sie auch im Outdoor-Erste-Hilfe-Guide  des Roten Kreuz.
  • Finanzieller Schutz durch eine Unfallversicherung: Wussten Sie, dass Sie nach einem Freizeitunfall über die gesetzliche Sozialversicherung keine finanzielle Unterstützung erhalten? Sorgen Sie daher privat vor! Die UNIQA Unfallvorsorge bietet finanziellen Schutz und wertvolle Hilfsleistungen.

UNIQA Unfallvorsorge Rundumschutz: Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Unfälle in der Freizeit und im Beruf sind abgesichert
  • Übernahme der Bergungskosten nach Unfall, Berg- oder Wassernot
  • Versichert sind auch Unfälle bei der Rettung von Menschenleben
  • 50 % mehr Leistung wenn das Kind zum Unfallzeitpunkt einen Fahrrad- oder Skihelm getragen hat
  • Kostenübernahme für kosmetische Operationen nach einem Unfall bis 10.000 Euro

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