Pränatale Gesundheit

Bildausschnitt einer schwangeren Frau

Gut behütet im Mutterleib

„Alles, was der Mutter gut tut, ist auch für das Ungeborene gesund“, sagt Gynäkologe Wolfgang Eppel.

Eine Schwangerschaft bringt einige Verbote mit sich: Kein Alkohol, keine übermäßige Anstrengung, am besten keine Medikamente. Dabei sind es, wie Gynäkologe Wolfgang Eppel erklärt, relativ einfache Regeln, die man beachten sollte: „Ganz grundsätzlich gilt dasselbe wie für alle anderen Menschen auch. Nämlich nur in Maßen in die Sonne zu gehen, nicht zu viel Zucker zu konsumieren und sich körperlich nicht zu verausgaben.“

Ernährung

schwangere Frau mit Obstschüssel

Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Kost, um den Fötus mit ausreichend Nährstoffen für eine gesunde Entwicklung zu versorgen. Eppel: „Neben einer eiweiß- und vitaminreichen Ernährung sollten Frauen schon im Vorfeld der Schwangerschaft folsäurehaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen. Darüber hinaus sind Spurenelemente, Jod und Eisen für das Wachstum des Ungeborenen wichtig.“ Einfache Kohlenhydrate und zuckerhaltige Getränke sollten mit Bedacht genossen werden.
Der Zubereitung von Speisen sollte besondere Aufmerksamkeit gelten. Abgepacktes Gemüse und Obst, vorgeschnittene Früchte und nicht erhitzte Sprossen sollte vermieden werden. Ein Tabu sind alle Fleisch- und Fischprodukte, die roh, nicht ausreichend gebraten oder nur kaltgeräuchert sind. Dazu zählen etwa rotes Fleisch, Tatar und Sushi sowie Räucherlachs und Salami.

Flüssigkeitshaushalt

Neben ausreichend Wasser können Schwangere mit gutem Gewissen ein bis zwei Tassen Kaffee oder Tee täglich trinken. Da Koffein über die Nabelschnur ans Kind weitergegeben wird, raten Experten jedoch von zu viel Kaffeekonsum und von Energydrinks ab.
Beim Thema Alkohol fordert Eppel bereits in der frühen Schwangerschaft völlige Abstinenz: „Gerade wenn die Organe noch nicht entwickelt sind und Nervenzellen erst entstehen, wirkt sich jeder Tropfen schädlich auf den Fötus aus.“ Noch kritischer sieht die Lage beim Rauchen aus. „Rauchen in der Schwangerschaft ist ein No-Go, wird aber gesellschaftlich viel zu sehr toleriert“, bedauert Eppel. Bereits kleine Dosen können über den Blutkreislauf zur Nabelschnur und damit in Lunge, Herz und Nervensystem des Kindes gelangen.  
Sport und Bewegung wird von Ärzteseite ausdrücklich empfohlen. Zwar sollten Extremsportarten  eher zurückgefahren werden, ein leicht erhöhter Puls wirkt sich aber positiv auf den Kreislauf von Mutter und Kind aus. 

Tipps

  • Die ideale Reisezeit in der Schwangerschaft sieht Gynäkologe Wolfgang Eppel zwischen der 14. und 27. Schwangerschaftswoche. Naht der Geburtstermin, so nehmen Fluggesellschaften Schwangere meist ohnehin nicht mehr mit an Board.
  • Beim Geschlechtsverkehr sieht der Experte keine Einschränkungen. Ganz im Gegenteil: „Verläuft die Schwangerschaft ohne Komplikationen, so gehört Sex zum Wohlbefinden der Mutter dazu.
  • Bei Alkohol und Zigaretten gilt bereits in der frühen Schwangerschaft: Absolute Abstinenz
  • 1 bis 2 Tassen Kaffee oder Tee pro Tag schaden dem Ungeborenen nicht.
  • Abgepacktes Gemüse und Obst, vorgeschnittene Früchte und nicht erhitzte Sprossen sollte vermieden werden.
  • Ein Tabu sind alle Fleisch- und Fischprodukte, die roh, nicht ausreichend gebraten oder nur kaltgeräuchert sind


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