Die Hausapotheke – kindgerecht gefüllt

Für die kleinen und großen Wehwehchens des Nachwuchses haben Eltern am besten gleich das richtige Mittelchen zu Hause. Denn ein Trostpflaster alleine reicht nicht immer.

Mutter und Tochter mit Salbe
(c) Adobe Stock | Viacheslav Iakobchuk

In einer Hausapotheke findet man üblicherweise Fieberthermometer, Pflaster in verschiedenen Größen, vielleicht noch Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe und diverse Schmerzmittel – und passend zu den öfters mal auftretenden Krankheiten in der Familie erweitert sich das Repertoire im Laufe der Zeit… Wer allerdings kleine Kinder zuhause hat, tut gut daran, einen gewissen Grundstock von vornherein parat haben.

Erste Hilfe: Kräutertees

Bei vielen Beschwerden können Tees aus natürlichen Kräutern bereits erste Linderung schaffen. Die Klassiker sind Fenchel-, Kümmel- oder Anistee bei Blähungen, Salbei kann die Symptome eines grippalen Infekts lindern und Kamille hilft gegen Magenschmerzen. Kurz: Mit Tee und Liebe als erste Maßnahmen kann man kaum etwas falsch machen.

Bei spezielleren Wehwehchen braucht es jedoch etwas mehr. Isabella Schornböck ist Pharmazeutin und Juniorchefin in der Apotheke zur Heiligen Elisabeth in Wien Mitte. Sie hat für uns eine Basis-Hausapotheke zusammengestellt, die neben den schulmedizinischen Klassikern auch hilfreiche komplementärmedizinische Möglichkeiten enthält.

Für den Magen-Darm-Trakt:

  • Ein Kombinationssaft aus Apfelpektin und Kamille bekämpft akut Ursachen und Symptome bei Durchfall. Bei der Kombination Durchfall und Fieber oder in Verbindung mit starkem Flüssigkeitsverlust immer einen Arzt aufsuchen!
  • Probiotische Bakterien zum Darmfloraaufbau bei leichten und akuten Durchfällen, aber auch nach einer Antibiotika-Therapie.
  • Ein spezielles Globulipräparat enthält die Wirkstoffe des gelben Enzians, des Löwenzahns und der Brechnuss (Nux vomica). Schornböck: „Mein Erste Hilfe-Tipp bei Übelkeit.“
  • Eine Wärmeflasche (oder ein Kirschkernkissen)


Bei Erkältungen/grippalen Infekte

Achtung: Bei höherem Fieber immer einen Arzt aufsuchen und auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten!

  • Meersalznasenspray: Löst Verkrustungen, reinigt die Nase und kann schon bei Säuglingen angewendet werden. Isabella Schornböcks Geheimtipp: „Bei starken Schnupfnasen hilft Engelwurzbalsam!“
  • Brustbalsam: etwa mit ätherischen Ölen wie Kiefernadel, Majoran und Eucalyptus. Hilft beim Durchatmen. Bei Husten und Erkältungen einfach Brust und Rücken einreiben. Schornböck: „Bitte um Vorsicht – nicht jede Eukalyptus-Art darf bei Kleinkindern angewendet werden! Fragen Sie am besten in Ihrer Apotheke nach!“
  • Komplementärmedizin bei Erkältung: Spezielle Globulipräparate ab den ersten Anzeichen einer Erkältung. Bei Fieber bis 38,5 Grad bringt Ferrum phosphoricum Abhilfe (Schüssler Salz Nr. 3), bei hohem Fieber ab 38,5 Grad wirkt Kalium phosphoricum (Schüssler Salz Nr. 5) unterstützend.


Tipp von Isabella Schornböck

„Im Winter am besten die gewaschene Wäsche im Kinderzimmer aufhängen, um trockene Raumluft zu vermeiden.“

Bei Verletzungen

  • Wund- und Brandgel sollte jeder daheim haben. Perfekt für Notfälle wie Wunden, Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen. Wirkt schmerzlindernd und abschwellend, kühlt und lindert Juckreiz. Schornböck: „Verbrennungen immer ausreichend lange mit kaltem Wasser kühlen und bei kleinen Kindern oder großflächigen Verbrennungen einen Arzt aufsuchen!“
  • Schmerzgels oder Traumagels sollten in keinem Haushalt fehlen. Hilft bei allen Arten von stumpfen Verletzungen wie Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen und Blutergüssen.
  • Ein Coolpack (kalte Kompresse)


Sonstige

  • Euphrasia (=Augentrost)-Augentropfen helfen Jung und Alt, beruhigen gereizte und gerötete Augen. Linderung bei Augenentzündungen.
  • Ein physikalisch wirkendes Präparat zur Bekämpfung von Kopfläusen und der entsprechende Nissenkamm.


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