Brainfood: Essen mit und fürs Köpfchen

Den IQ mit richtiger Ernährung erhöhen? Leider nein. Was Brainfood aber kann: Die Leistung unseres Denkorgans steigern und ihm helfen, langfristig effektiv zu arbeiten.

Schale mit Nüssen neben einem Laptop

Unser Gehirn ist ein Leichtgewicht – zumindest auf der Waage. Nur 2-3 Prozent des Gesamtkörpergewichts nimmt das menschliche Denkorgan ein. In punkto Leistung sieht die Body-Brain Bilanz jedoch ganz anders aus: 20 Prozent unserer Energie gehen fürs Denken drauf! Umso wichtiger, die Gehirnzellen mit dem richtigen Treibstoff zu versorgen und Stoffwechselstörungen zu vermeiden. Das ist im Grunde gar nicht so schwer: Wer ein paar Regeln einhält und nicht primär auf Junkfood setzt, kann seine/ihre Brainpower beträchtlich steigern.

Was ist Brainfood? 

Mit Brainfood sind jene Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente gemeint, die dafür sorgen, dass unsere grauen Zellen mit voller Kraft arbeiten. Im Grunde also all das, was man als Basis einer gesunden Ernährung versteht, was uns aber doch immer wieder mal durch den Speiseplan rutscht:

  • ausreichend Wasser
  • komplexe Kohlehydrate (Vollkornbrot, Gemüse. Obst)
  • Proteine (Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte)
  • Fette (insbesondere Omega-3-Fettsäuren)
  • Vitamine (vor allem B1, B6, B12 und C)
  • und Spurenelemente (Magnesium, Eisen, Jod und Zink)

Gehirnschmeichler essen 

Zumindest einmal am Tag – so die Empfehlung von Brainfitness-Expertin Dr. Cathrin Drescher – sollten wir gehirngesund essen: „Ideal wären Haferflocken, kombiniert mit Leinsamen, saisonalem Obst und – so man sie veträgt – Milchprodukten. Damit esse ich komplexe Kohlehydrate, essenzielle Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren, Tryptophan, Vitamine und Mineralstoffe. Also etwa den klassischen Porridge (Haferbrei).“ 

Ganzjährig zu haben und ein absoluter Gehirnschmeichler ist laut Drescher die Banane. Sie versorgt Körper und Kopf mit B-Vitaminen, Folsäure und Magnesium. Hier der Profi-Tipp: „Nicht allzu reif werden lassen, dann enthält sie zu viel Zucker.“ Mit Fischgerichten, grünen Smoothies und frischen Beeren ist man ebenfalls „on the brainy side“. 

Dr. Cathrin Drescher
In Kooperation mit Ernährungsexpertin Dr. Cathrin Drescher

Schokolade statt Powernap 

Droht am Nachmittag das Leistungstief, jener gefürchtete geistige und körperliche Durchhänger, kann auch hier die richtige Nährstoffkombination helfen, unsere Gehirnfunktionen auf Trab zu bringen. Drescher: „Mit dem richtigen Snack kann ich sehr viel erreichen: Eine Handvoll ungesalzene Mandeln, Walnüsse oder Cashews – sofort bekommen unsere Neuronen eine Portion Eisen, hochwertige Fette, Vitamine und Mineralstoffe.“

Als Brainboost für Naschkatzen setzt die Expertin auf ein bis zwei Rippen Bitterschokolade mit Nüssen oder ungeschwefelte Trockenfrüchte. „Wichtig: In Ruhe genießen und die Nüsse oder Trockenfrüchte gut kauen. Und bitte nicht zu viel davon, sonst wird man wieder müde!“ Das ist wohl das eine oder andere Mal leichter gesagt als getan…

Ablenken könnte man sich mit ein paar Kniebeugen und tiefen Atemzügen vor offenem Fenster. Sie unterstützen den Körper und unser Gehirn zusätzlich dabei, die energetische Schlappe zu überwinden. Last but not least: Ausreichend Wasser trinken. Macht frisch und bringt neue Energie. 

Zur Person
Dr. Cathrin Drescher ist Ernährungsexpertin und beschäftigt sich seit langem mit den sogenannten Superfoods. In ihrer Initiative „Fit@Work“ beschäftigt sie sich intensiv mit der richtigen Ernährung am Arbeitsplatz. 2018 erschien ihr Buch „Ernährung kompakt – Anstupser zu einem gesünderen Essverhalten“.

© carpe diem

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