Babybrei selber machen

Ab etwa dem sechsten Lebensmonat wird für Babys die erste Nahrung abseits von Muttermilch interessant. Buchautorin Ingeborg Hanreich erklärt uns, wie man einfach und kostensparend am eigenen Herd Beikost zubereiten kann.

baby isst brei
© Adobe Stock | nataliaderiabina

In den ersten vier bis sechs Monaten eines Neugeborenen ist es noch relativ einfach: Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung stillen Hunger und Durst. „Ab etwa einem halben Jahr sind die Kinder in ihrer Entwicklung so weit, breiige Nahrung mit der Zunge nach hinten transportieren zu können“, weiß Ingeborg Hanreich, Ernährungswissenschafterin, Stillberaterin und Expertin für die Ernährung von Mutter und Kind. Die sogenannte „Beikostreife“ könne man auch daran erkennen, dass die Kinder ihren Kopf über mehrere Minuten halten können und am Essen der Erwachsenen interessierter sind. 

Vor- und Nachteile des Selbermachens 

Wer für die ersten gefüllten Löffelchen seines Babys den Brei selbst herstellen möchte, sorgt für größere geschmackliche Vielfalt. Außerdem ist es  – im Vergleich zu den Fertig-Gläschen aus dem Supermarkt – billiger ­und verursacht weniger Müll.  

Hanreich: „Es ist nicht viel Aufwand, benötigt aber genauere Planung und birgt auch immer zwei Risiken: Das hygienische Risiko und der Gehalt an Schadstoffen bei den verwendeten Lebensmitteln.“ Gläschen bieten diesbezüglich eine gleichbleibende Qualität.

Daher sollte man möglichst tagesfrische oder kurz gelagerte, saisonale Produkte verwenden, am besten aus biologischer Landwirtschaft. „Man muss darauf achten, dass die Zutaten wenig Nitrat enthalten – also weder Glashaus noch Abdeckfolie benutzt wird, nicht gedüngt wurde und an sonnigen Tagen geerntet wird“, so die Expertin. Hier kann auch entsprechendes Tiefkühlgemüse eine gute Lösung sein. 

Unerlässliche Küchenhelfer  

Eine Küchenmaschine mit Mixaufsatz, ein Mixer oder Pürierstab sind die Basisausrüstung. Bei den Töpfen empfiehlt Hanreich hohe mit kleinem Durchmesser aus Edelstahl oder Email. Auf Aluminiumtöpfe und Mikrowelle sollte eher verzichtet werden. Ideal wäre ein Dampfgarer oder Dampfeinsatz, da Dämpfen wichtige Inhaltsstoffe am besten erhält. Ein Tipp der Ernährungswissenschafterin: „Beim Kochwasser gilt die Faustregel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“

Wer auch auf Vorrat kochen möchte, verwendet am besten Eiswürfelbehälter, in denen man in Miniportionen selbstgekochten Brei einfrieren kann. Dies würde auch ermöglichen, aus verschiedenen Einzelkomponenten gemischte Breie zu zaubern. Aufgetaut wird übrigens am besten im Kühlschrank, falls es schneller gehen muss: im Wasserbad. 

Grundrezept für Babykost 

  • 100 Gramm Bio-Gemüse oder Bio-Obst
  • 3 Esslöffel Wasser
  • Ab dem 7. Monat zusätzlich 1 Teelöffel hochwertiges Pflanzenöl hinzufügen.
  • Ebenfalls ab dem 7. Monat kann man auch gut durchgekochtes püriertes Bio-Fleisch in einer Menge von etwa 30 Gramm hinzufügen. Auch 1 Esslöffel Hirseflocken oder andere Getreide(vollkorn)flocken sorgen für wertvolle Inhaltsstoffe.


Gemüse schonend dämpfen und dann mit Wasser und Öl sehr fein pürieren.

Zur Person:
Mag.a Ingeborg Hanreich ist Ernährungswissenschafterin, Stillberaterin und Expertin für Ernährung von Mutter und Kind. Neben „Rezepte und Tipps für Babys Beikost“ finden Sie im Verlag Hanreich zahlreiche Ratgeber und Merkblätter aus ihrer Feder. Ein Buchangebot mit zahlreichen Tipps und Tricks für Schwangere und junge Familien.

Kontakt