Mit Kindern in den Tag starten: Guten Morgen, ihr Lieben!

Wenn der Wecker klingelt – bei uns ist das um 6:30 Uhr – braucht es oft Einiges an Motivation und Kraft und einige Tricks, um uns allen einen fröhlichen Start in den Tag zu gestalten.

Kind liegt im Bett unter einer Decke
Adobe Stock | Alena Yakusheva

Bring-Bring, Bring-Bring: mein Wecker läutet. Mir ist das um 6:30 Uhr gefühlt um mindestens 30 Minuten zu früh. Eine Stunde später jedoch sollten meine beiden Liebsten, Livia (10) und Linus (13) das Haus verlassen und bis dahin ist Einiges zu erledigen.

Zu allererst muss ich mir selbst einen innerlichen Schups geben. Kurz strecken und dehnen, das Fenster öffnen, ein paar Atemzüge frische Luft tanken und dann unter die Dusche, immer mit ein paar Sekunden eiskaltem Guss zum Schluss. Dann bin ich frisch – zumindest körperlich, auch wenn der Geist oft noch ein wenig hinten nachhinkt …

Dem Morgenmuffel den Garaus machen

Aus den Zimmern meiner Kids ist nach diesen etwa zehn Minuten meist noch kein Geräusch zu hören – selbst, wenn sie den Wecker aus meinem Zimmer nicht überhört haben sollten. Dann pack ich all meine Kraft zusammen und mache mich daran, den Morgenmuffel zu vertreiben. Der ist nämlich so gut wie täglich anzutreffen – in beiden Kinderzimmern – und dafür sollte man gerüstet sein …

Zuerst ist „die Kleine“ dran: „Livia aufstehen, der Tag ruft!“ Oder: „Der Morgen ist da!“ Das wird von mir lautstark, inbrünstig gesungen – in einer täglich neuen Melodie. Hin und wieder kommt auch das Morgenlied meiner Mutter zur Aufführung: „Auf, auf, zum fröhlichen Jagen! Auf in die grüne Heid, es fängt schon an zu tagen.“ Und das ist dann zu allermeist schon ein kleiner Lacherfolg – zumindest bei der erwachenden Livia.

Liebevoll Zeit und trotzdem nicht lockerlassen

Bei meinem Sohn, pubertätsbedingt nahezu noch im Tiefschlaf, ist die Aufgabe etwas komplexer … Ich beuge mich über ihn, gebe ihm ein Bussi auf die warme Wange und schaue vorsichtig, ob sich etwas regt. Meist leider gar nichts.

Ein zweites etwas festeres Busserl, kombiniert mit meinem Morgen-Sing-Sang entlockt ihm dann ein erstes Murren. Nach etwa 15 bis 20 Minuten schafft er es dann meist, zu uns zum Frühstückstisch zu kommen, wenn auch etwas muffig. Meine Geheimwaffe, wenn ihn die Bettwärme zu lange hält: Ich spiele ein Lied, das er absolut hasst. Etwa den Space Spaghetti Mix von Cornu Youpi auf Youtube  – großartig. Für meinen Sohn jedoch der Aufreger schlechthin. Das lässt ihn schimpfend aufhüpfen. „Stopp Mama – sofort abdrehen!“ Vielleicht ein bisschen fies – aber effektiv …

Gemeinsam am Tisch

Wenn schließlich alle frisch gemacht und angezogen sind, ist es bei uns ganz wichtig, das 10-Minuten-Frühstück mit Tee und Porridge gemeinsam in Ruhe zu genießen. Danach gibt‘s noch Bussis und ich winke ihnen täglich aus dem Fenster zu, wenn sie sich auf den Weg in die Schule machen.

So muss wohl jede Familie mit Kindern – jeweils altersadäquat – authentische Rituale finden, die den Morgen zu einem freudvollen Start in den Tag machen.

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