Abnehmen als Ausprobieren

„Ich muss abnehmen!“ Pfff. Der Satz hat Übergewicht. Können wir uns das Leichterwerden leichter machen? „Ja“, sagen uns zwei Experten und erklären, wie Abnehmen zum lustvollen Ausprobieren wird.

Waage und Schalen mit Essen
© Adobe Stock | Rasulov

Die Idee, jetzt ein paar Kilo abzunehmen? Ganz wichtig: Ruhig bleiben in der Diskussion mit sich selbst. Denn wer zu streng mit „Ich muss…“ oder „Ich sollte…“ in den inneren Dialog einsteigt, hat verloren – nicht an Gewicht, aber das Gesicht. Abnehmen auf Befehl funktioniert selten, gute Vorsätze schmelzen leichter als überschüssiges Fett.  

Die Moral von der G’schicht mit dem G’wicht: Mit einer inneren Einstellung von Neugierde, Freude und Freiwilligkeit gelingt es leichter, leichter zu werden. Mit kleinen experimentellen Erfahrungen, wie uns mehr von weniger glücklich machen kann. Das weiß auch Karin Pauer aus ihrer Praxis als Ernährungswissenschaftlerin, Personal Trainerin und UNIQA VitalCoach: „Der Weg zur gesunden Balance aus Ernährung und Bewegung ist ein Prozess. Wenn Abnehmen als zwangloses Ausprobieren beginnt anstatt mit Geboten und Verboten, spürt man bald, wie die Lebensqualität steigt. Das macht Lust auf mehr, so wird Veränderung hin zu einem gesünderen Lebensstil ein Selbstläufer.“  

Das Thema Abnehmen wichtig nehmen, aber nicht zu ernst. Was hilft, um überhaupt in die Gänge zu kommen? „Ein Startritual und ein Plan, der auch bewussten Genuss beinhaltet. Je weniger Zwang, desto mehr Ansporn und Ermutigung fürs Ausprobieren neuer Gewohnheiten.“ 

Wirklich wirkungsvoll fürs eigene Wohlfühlgewicht und ein ideales Startritual ist das Intervallfasten, das in aller Munde ist. Manfred Spahn, UNIQA-VitalCoach und Fastentrainer: „Heilfasten ist eine der ältesten Methoden der Menschheit zur Gesundheitsförderung. Der japanische Zellbiologe Yoshinori Oshumi hat die Instant-Version des Fastens entdeckt und 2016 dafür den Nobelpreis gewonnen – die sogenannte Autophagie.“ Oshumi fand heraus, dass nach 16 bis 18 Stunden ohne Kalorienzufuhr im Zellsystem exakt derselbe Effekt einsetzt, wie er für längere Fastenkuren beschrieben wird: Die Zellen fangen an aufzuräumen. Die Wirkung: Mehr Energie, mehr Leichtigkeit, Zellbauteile werden recycelt, Entzündungen gehen zurück, der Blutdruck sinkt, man fühlt sich körperlich gereinigt und geistig klarer. Das Wichtigste aber: „Gerade für Menschen, die gerne und gerne viel essen, ist das die ideale Methode, weil die Reduktion der Gesamtkalorien über das Auslassen von Mahlzeiten erfolgt. Und das kann jeder.“ Alles dazu ist nachzulesen in Manfred Spahns aktuellem Buch „Switch durch Fasten: Die Abkürzung in ein gesundes, schlankes Leben“.

Gut zu wissen

Abnehmen ist individuell. Für die einen ist Sport besonders effektiv, für die anderen weniger essen. Die einen verzichten besser auf Fett, die anderen eher auf Kohlenhydrate. Eine DNA-Analyse verrät Ihnen, zu welchem Typ Sie gehören.

© carpe diem

Sie möchten stets gut informiert sein?

Erfahren Sie Interessantes zu den Themen Gesundheit, Familie, Freizeit und Auto. Selbstverständlich können Sie sich jederzeit mit nur einem Klick abmelden.