Mundschutz: Darauf sollten Sie jetzt achten

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzt die Regierung ab sofort auch auf das Tragen von Schutzmasken. Erfahren Sie, was Sie über die Masken wissen und was Sie beim Tragen beachten sollten.

Mann mit Gesichtsmaske

Inwiefern das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit die Verbreitung des Coronavirus eindämmt, wurde zuletzt kontroversiell diskutiert. Nun ist das Aufsetzen eines einfachen Mundschutzes in Österreich zumindest in Supermärkten Pflicht. Das sorgt für einige Fragen und Missverständnisse.

Schützt andere, nicht den Träger

Das Wichtigste vorweg: Ein Mundschutz (Mund-Nasen-Schutz) darf nicht mit einer Sicherheits- bzw. Atemmaske verwechselt werden. Er schützt den Träger nicht vor einer Infektion. Durch das Tragen eines Mundschutzes soll vor allem verhindert werden, dass sich beim Husten, Niesen oder Sprechen Speicheltröpfchen großflächig verteilen und von Menschen in der Umgebung eingeatmet werden. Sogar ein selbstgebastelter Schutz hält Tröpfchen zurück – und sorgt damit für einen gewissen Fremdschutz.

Mundschutz versus Atemschutzmaske

Im Gegensatz dazu dient eine Atemschutzmaske dem Schutz des Trägers. Sie umschließt Nase und Mund vollständig und schützt – in drei Schutzkategorien – etwa medizinisches Personal vor Krankheitserregern. FFP2-Masken haben einen Schutzgrad von 94 Prozent für den Träger, FFP3-Masken schützen bei korrekter Benutzung und in Kombination mit anderer Schutzausrüstung zu 99 Prozent.

Kein Ersatz für Verhaltensregeln

Wer einen einfachen Mundschutz trägt, sollte sich also nicht in falscher Sicherheit wiegen. Das Tragen ersetzt keinesfalls das Einhalten des Abstands zu anderen Menschen oder die sorgfältige Handhygiene! Weiterhin gelten der empfohlene Abstand von mindestens einem, besser von zwei Metern und das regelmäßige gründliche Händewaschen als wichtigste Maßnahmen, um sich vor einer Infektion zu schützen.

Gut zu wissen

Die STOPP Corona-App des Roten Kreuzes trägt dazu bei, die Infektionskette in der Bevölkerung mit Hilfe eines „Kontakt-Tagebuchs“ möglichst rasch zu unterbrechen und somit das Gesundheitssystem zu entlasten.

Das sollten Sie beim Tragen von Mundschutz beachten:

  • Waschen Sie sich vor dem Aufsetzen für mindestens 20 Sekunden die Hände.
  • Vermeiden Sie es, sich während des Tragens ins Gesicht und auf die Maske zu greifen.
  • Waschen Sie sich vor dem Abnehmen der Maske wieder für mindestens 20 Sekunden die Hände.

Nach einer Tragezeit von drei bis vier Stunden bzw. wenn die Maske durchfeuchtet ist, sollte sie durch einen neuen Schutz ersetzt werden. Am besten wird der gebrauchte Mundschutz sofort entsorgt. Unter bestimmten Bedingungen kann er auch wiederverwendet werden, in dem man selbstgemachten Mundschutz bei mindestens 60 Grad wäscht und trocknet. Der im Supermarkt verteilte Mundschutz sollte nur getrocknet werden. Laut Empfehlungen können FFP-Masken, da nicht unbegrenzt verfügbar, nach zehnminütiger Dampfsterilisation bei 121 Grad einmal wiederverwendet werden

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