Grippeimpfung - was spricht dafür? 

Ärztin berät Patientin.

Impfungen sind umstritten - die Grippeimpfung ganz besonders, da sie im Vergleich zu anderen Impfungen weniger wirksam ist. Der Grund dafür ist, dass sich Virenstämme sehr rasch ändern können. Was also tun? Fr. Dr. Birgit Reisinger, Allgemeinmedizinerin und Leiterin des Medizinischen Kompetenzzentrums von UNIQA erklärt, warum eine Grippeimpfung sinnvoll ist und wer sich auf jeden Fall impfen lassen sollte.

Die nächste Grippewelle kommt bestimmt.

Jährlich sterben in Österreich über 1.000 Menschen an den Folgen einer Grippeerkrankung. Bevor die erste Grippewelle kommt, hat man mit einer Grippeimpfung jedoch gute Chancen, sich erfolgreich vor Grippe-Viren zu schützen. Wenn sich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen, hätte das einen doppelt positiven Effekt: „Es würden weniger Menschen an einer Influenza erkranken und darüber hinaus die Zahl jener, die wegen einer Grippeerkrankung sterben, drastisch sinken“, meint UNIQA Medizinerin Dr. Birgit Reisinger. 

Wer sollte sich impfen lassen? 

Wie eine Studie der MedUni Wien zeigt, lassen sich nur etwa zehn Prozent der Österreicher Grippe impfen. Und das, obwohl die Grippeimpfung laut UNIQA Medizinerin „ in der Regel gut vertragen wird". Österreich zählt im europäischen Vergleich somit zu den Schlusslichtern.

Bevor Sie sich für eine Grippeimpfung entscheiden, empfiehlt Dr.Reisinger, den Hausarzt nach dem geeigneten Impfstoff zu fragen. Pro Jahr gibt es meist zwei oder drei unterschiedliche Produkte. Geimpft wird in den Muskel des Oberarms. Der Organismus macht durch den Impfstoff Bekanntschaft mit den Grippeviren und bildet so schneller Antikörper.

„Impfen lassen sollten sich vor allem Menschen, die über 50 Jahre alt sind, Personen, die eine chronische Grunderkrankung haben, wie zum Beispiel Herz-Lungenerkrankungen, Diabetes, Nierenversagen, angeborene oder erworbene Immunschwäche. Ebenso Personen, die sehr viel Kontakt zu anderen Menschen haben, wie etwa Gesundheitspersonal, also Ärzte oder Pflegekräfte, Lehrer oder Busfahrer. Und ganz wichtig: Kinder ab dem siebten Lebensmonat bis zum vierten Lebensjahr.

Tipp: Für Kinder gibt es den Impfstoff in Form eines Nasensprays, so ist das Verabreichen besonders einfach.

Erkältung oder echte Grippe - was ist der Unterschied?

Der Grund, warum sich viele Menschen gegen eine Grippeimpfung entscheiden, liegt oft daran, dass diese nur gegen die Grippeerkrankung (Influenza) hilft, aber keine Erkältung verhindert. „Bei einer echten Grippe bekommt man bis zu 40 Grad Fieber und hat starke Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einer leichteren Erkältung sind die Symptome viel weniger stark ausgeprägt“, sagt Dr. Reisinger. Zu Hause bleiben sollten Sie aber bei Fieber in beiden Fällen, „denn der Körper benötigt Ruhe, egal, ob es sich um eine Verkühlung oder eine echte Grippe handelt.“

Was sind die Vorteile einer Grippeimpfung?

  • Durch die Grippeimpfung erkranken weniger Menschen und die Grippe kann sich nicht wie eine Epidemie ausbreiten.
  • Sie bietet Schutz vor Influenza-Viren, besonders für Personen mit erhöhtem Risiko für Komplikationen. „Wenn man an einer echten Influenza erkrankt, wird das Immunsystem geschwächt. Passiert das, kann es leichter zu einer sogenannten Superinfektion wie etwa Lungen- oder Herzmuskelentzündung kommen“, so die Medizinerin. 
  • Die Impfung ist meistens gut verträglich.


Das sollten Sie auf jeden Fall bedenken.

  • Die Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz.
  • Der Impfstoff wirkt nur gegen die vorherrschenden Virustypen.
  • Schützt nicht vor grippalen Infekten und Erkältungen.
  • Für gesunde Menschen mit starkem Immunsystem ist die Wahrscheinlichkeit an Grippe zu erkranken eher gering.
  • Erkrankt ein Gesunder trotzdem, verläuft die Grippe meist nicht sehr gravierend.
  • Die Impfung muss jedes Jahr erneuert werden.


Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Grippeimpfung?

Die Impfung gegen Grippe sollte jedes Jahr, idealerweise im Oktober oder November, durchgeführt werden. Nach der Impfung dauert es ca. 10 bis 14 Tage bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat.  Auch eine spätere Impfung zu Beginn des Jahres ist meist noch sinnvoll. Insbesondere, wenn die Grippewelle noch nicht eingesetzt oder gerade erst begonnen hat.

Wer zu einem Allgemeinmediziner geht, zahlt für eine Grippeimpfung ca.11 Euro.
Private Krankenversicherungen, wie die UNIQA, übernehmen in der Regel die Impfkosten. 
Nähere Informationen zur UNIQA Privatarzt-Versicherung hier:

Gut zu wissen

Sport und gesunde Ernährung unterstützen 

Neben der Grippeimpfung hilft alles, was Ihr Immunsystem stärkt. Ganz oben auf der Liste stehen eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Achten Sie zusätzlich darauf, tagsüber ausreichend viel zu trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Auch regelmäßige Bewegung  mobilisiert Ihre Abwehrkräfte. „Wer in der Übergangszeit nicht krank werden will, sollte Sport an der frischen Luft ausüben“, rät die UNIQA Ärztin Dr. Reisinger.

In unseren UNIQA VitalEditions erfahren Sie mehr über: 
Gesunde Ernährung
Bewegung
Mentale Stärke

Bei UNIQA gibt es eine eigene Gesundheitshotline

Brauchen Sie noch mehr Infos rund um das Thema Gesundheit? Für UNIQA Kunden mit einer privaten Krankenversicherung steht ein eigenes Team von über 15 Allgemeinmedizinern und Fachärzten bereit, das sogenannte "Medizinische Kompetenzzentrum".

Sie erhalten dort werktags in der Zeit von 8 - 22 Uhr rasch Antwort auf viele medizinische Fragen, gleich am Telefon oder per E-Mail.  

Gesundes Essen stärkt das Immunsystem.