Sonnenbrand: 10 nützliche Tipps!

Kind mit Sonnenhut wird eingecremt.

Sonne macht gute Laune, ist notwendig für unseren Körper und sorgt für eine schöne Bräune. Nicht selten endet ein Tag in der Sonne mit einem schmerzhaften Sonnenbrand: Rötung, Brennen, Schwellung und manchmal sogar nässende Blasen sind die Folge. Besonders Kinder leiden dann und können nachts wegen der Schmerzen kaum schlafen. Zum Glück verschwindet ein Sonnenbrand nach wenigen Tagen wieder – die Haut kann allerdings irreparable Schäden davon tragen.

Denken Sie daher immer an den richtigen Sonnenschutz für sich selbst und für Ihre Kids, um Sonnenbrand und Langzeitschäden durch UV-Strahlung zu vermeiden. 

Wir haben 10 hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt:

1. Schützen Sie sich Ihrem Hauttyp entsprechend

Warum bekommen die einen ruckzuck einen Sonnenbrand und andere nicht? Verantwortlich dafür ist in erster Linie die Eigenschutzzeit der Haut, die sich nach dem individuellen Hauttyp richtet. Am lichtempfindlichsten ist der keltische Hauttyp mit blasser Haut, rotblondem Haar und Sommersprossen. Am anderen Ende der Skala steht der mittelmeerische Hauttyp mit dunklem Teint, dunklem Haar und braunen Augen, der eine deutlich höhere Eigenschutzzeit aufweist. Helle Hauttypen benötigen viel stärkere Schutzmaßnahmen, doch selbst die Haut von dunklen Typen kann sich selbst nicht zu 100 Prozent vor UV-Strahlung und Sonnenbrand schützen.

2. Meiden Sie die Mittagssonne

Je stärker der Einfallswinkel der Sonne desto stärker die Sonneneinstrahlung und desto höher das Sonnenbrandrisiko. In unseren Breitengraden ist er in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr am stärksten. Legen Sie in dieser Zeit daher eine Sonnenpause ein. Bedenken Sie im Urlaub außerdem, dass die Kraft der Sonne in Äquatornähe viel höher ist, als in unseren Breitengraden.

3. Halten Sie sich im Schatten auf – auch hier wird man braun

Eine der besten Schutzmaßnahmen gegen die pralle Sonne ist der Rückzug in den Schatten. Sie mindern dadurch nicht nur das Sonnenbrandrisiko, sondern auch die Gefahr eines Sonnenstichs. Da selbst im Schatten noch ein großer Teil der Sonneneinstrahlung vorhanden ist, sollten Sie trotzdem nicht auf Sonnencreme verzichten.

4. Verwenden Sie Sonnencreme mit hohem LSF

Verwenden Sie Sonnencremes mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor und tragen Sie das Produkt großzügig mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad auf, damit die Filterstoffe ihre Wirkung entfalten können. Vergessen Sie nicht auf besonders empfindliche Stellen wie Kniekehlen oder Ohren. Da Schweiß und Wasser die Sonnencreme auflösen, sollten Sie alle zwei Stunden nachcremen. 

5. Schützen Sie sich durch Kleidung

Tragen Sie körperbedeckende Kleidung aus Baumwoll- oder Leinenstoff. Sie sollte möglichst viel Ihres Körpers bedecken, aber locker sitzen, damit die Luft zirkulieren kann. Der UV-Schutzfaktor von Textilien variiert je nach Art, Dicke, Dichte und Stoffart – es gibt allerdings spezielle UV-Schutzkleidung, die besonders zuverlässigen Schutz bietet.
Da die Kopfhaut besonders empfindlich ist – vor allem bei Kindern und Personen mit schütterem Haar – sollten Sie nie auf die Kopfbedeckung vergessen. Breitkrempige Hüte oder Schildkappen sind ideal. Bei Kindern empfiehlt sich ein Sonnenhut mit Bändern, die unter dem Kinn zusammengebunden werden können, damit er auch beim Sport oder Herumtoben dort bleibt, wo er hingehört.

6. Denken Sie daran, Ihre Augen zu schützen

Ob Stadtbummel, Badeurlaub oder Skiausflug – bei Sonnenschein darf die Sonnenbrille niemals fehlen. Sonneneinstrahlung kann den Augen gravierende Schäden zufügen und die Sehkraft langfristig beeinträchtigen. Wer seine Augen nicht schützt, riskiert ein Binde- oder Hornhautentzündung oder noch schwerwiegendere Erkrankungen des Augen wie eine Trübung der Linse („grauer Star“). Außerdem kann die Sonne zur altersbedingten Makuladegeneration, eine der häufigsten Erblindungsursachen im Alter, beitragen. Wichtig ist, dass die Brille nicht nur nach optischen Kriterien ausgewählt wird, sondern vor allem eine perfekte Filterwirkung und eine gute Passform aufweist.

7. Vergessen Sie auch im Wasser nicht auf Sonnenschutz

Im Wasser ist die Sonneneinstrahlung besonders hoch, da sie von der Wasseroberfläche reflektiert wird. Sogar einen halben Meter unter Wasser sind noch 60 % der UV-A und 85 % der UV-B Strahlung vorhanden. Benutzen Sie beim Baden daher speziellen, wasserfesten Sonnenschutz. Beim Schnorcheln oder ausgiebigem Plantschen sollten Sie zusätzlich Schwimmkleidung mit UV-Schutz tragen.

8. Lassen Sie sich durch Wind und Wolken nicht täuschen

Sie denken, bei Wolken können Sie auf den Sonnenschutz verzichten? Wolken sind zwar ein natürlicher UV-Filter, halten aber nur rund 10 Prozent der UV-Strahlung ab. Auch bei Wind sollten sie vorsichtig sein. Die Sonne ist weniger stark „spürbar“, die UV-Strahlung aber dennoch vorhanden. Dass selbst Kälte nicht vor Sonnenbrand schützt, müssen Skifahrer oft am eigenen Leib erfahren.

9. Kinder brauchen besonderen Schutz

Die natürlichen Schutzmechanismen der Haut entwickeln sich erst in den ersten Lebensjahren. Für Babys unter 12 Monaten sollte direkte Sonneneinstrahlung daher tabu sein. Danach sind kurze Sonnenbäder in Ordnung, sofern die Haut ausreichend vor Sonne geschützt wird, das heißt Sonnencreme mit hohem LSF, Sonnenhut und langärmelige Kleidung. Nehmen Sie beim Ausflug ins Freibad oder an den Strand einen eigenen Sonnenschirm oder eine Strandmuschel mit, damit Sie unabhängig von den örtlichen Gegebenheiten sind.

10. Achtung bei der Einnahme von Medikamenten

Einige Medikamente z. B. Antibiotika, Schmerzmittel oder Antidepressiva erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Halten Sie vor dem ersten langen Sonnenbad mit Ihrem Arzt Rücksprache und gehen Sie sofort aus der Sonne, wenn Ihre Haut juckt, sich entzündet oder sich Flecken zeigen.

Wenn der Sonnenbrand Sie doch einmal erwischt

Das Wichtigste ist, die Selbstheilungskräfte der Haut zu unterstützen. Aloe Vera oder Salben aus der Apotheke helfen, die Schwellung und die Entzündung zu lindern. Es ist daher ratsam, bei Ausflügen eine kleine Notfallapotheke mit dabei zu haben. Achten Sie außerdem auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Hausmittel wie Topfen oder Joghurt bringen zwar Kühlung, haben aber sonst keinen erwiesenen Effekt.

Wann Sie den Arzt aufsuchen sollten

Oft lässt sich ein Sonnenbrand durch oben genannte Maßnahmen selbst behandeln. Bei schweren Sonnenbränden, die Blasen bilden, nässen oder von Fieber begleitet sind, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren.

Die Langzeitfolgen eines Sonnenbrands machen sich erst Jahre später bemerkbar. Wenden Sie sich bei verdächtigen Hautveränderungen, etwa wachsenden Muttermalen, unbedingt an einen Dermatologen. 

Unser Tipp: Profitieren Sie mit der UNIQA Privatarzt-Versicherung von zahlreichen Vorteilen

  • Privatpatient beim Wahlarzt Ihres Vertrauens - wir übernehmen die Kosten
  • Flexible Ordinationstermine und kurze Wartezeiten in der Privatarztpraxis
  • Kostenübernahme für Arzneimittel
  • Günstigere Prämie für Familien
  • Nachlass bei Kombination mit einer privaten Krankenversicherung im Spital (Sonderklasse-Versicherung)

Berechnen Sie mit unserem Online-Rechner gleich jetzt Ihre persönliche Prämie! 

Hautarzt untersucht Muttermal.