Was Sie über Smoothies noch nicht wussten.

Flaschen mit Smoothies in verschiedenen Farben

Smoothies haben längst die Kühlregale erobert. Kein Wunder, versprechen sie doch Gesundheit „to go“. Doch was steckt im Mix aus püriertem und gepresstem Obst und Gemüse wirklich?

Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag – für viele ist diese Empfehlung im hektischen Alltag nicht umzusetzen. Da kommt ein Smoothie in farbenfroher Verpackung wie gerufen. Doch Smoothies aus dem Supermarkt-Regal sind nicht so gesund, wie uns die Werbung glauben lässt. 

Kleine Fruchtzucker-Bomben

Infografik Smoothie

Selbst wenn bei vielen Smoothies kein Zucker zugesetzt wird, enthalten sie durch das verarbeitete Obst von Natur aus viel Fruchtzucker.

Zum Vergleich:
Ein mittelgroßer Apfel enthält 12,9 Gramm Zucker und eine mittelgroße Banane 20,6 Gramm Zucker, während ein 250 ml Smoothie bis zu 30 Gramm Zucker enthalten kann. In Smoothies von Fastfood-Ketten liegt der Zuckergehalt sogar noch höher. 

Um das Risiko einer ungesunden Gewichtszunahme und Karies zu reduzieren, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Aufnahme an freiem Zucker (dazu zählt auch der Zucker in Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten) in sämtlichen Lebensphasen auf maximal 10 Energieprozent zu reduzieren. Das entspricht maximal 50 Gramm Zucker pro Tag für einen durchschnittlichen Erwachsenen bei einer Kalorienzufuhr von 2.000 kcal. Keine Rolle spielt hingegen der natürliche Zuckergehalt in frischem Obst, Gemüse und Milchprodukten. 

Schneller wieder hungrig

Fruchtzucker macht hungrig, denn er hemmt das Hormon Leptin– ein wichtiger Botenstoff für die Regulierung des Sättigungsgefühls. Obwohl Obst auch Fruchtzucker enthält, sättigt es viel besser. Denn bei der Smoothie-Produktion werden oft die Obstschalen nicht verwertet, in denen neben wertvollen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen auch sättigende Ballaststoffe stecken. Je höher der Saftanteil im Smoothie ist, desto geringer ist der Anteil an diesen gesunden Inhaltsstoffen. Weil die fertigen Smoothies oft hitzebehandelt sind sowie tagelang im Kühlregal stehen, gehen noch mehr natürliche Vitamine aus Obst und Gemüse verloren.

Smoothies – am besten selbstgemacht

Frau mit Smoothie und Smartphone

Fazit: Ein kleiner, gut zusammengesetzter Smoothie (200-250 ml) als flüssige Zwischenmahlzeit ist auf jeden Fall besser als gar kein Obst und Gemüse zu essen. Am besten greifen Sie selbst zum Mixer – da ist der Smoothie garantiert frisch, frei von Konservierungsstoffen, zugesetztem Zucker sowie künstlichen Süßungsmitteln und Sie können auch die Schalen mitverwerten. Setzen Sie auch auf Beerenobst, das weniger Fruchtzucker enthält, und auf einen Mix aus 1/3 Obst und 2/3 Gemüse. Und verfeinern Sie den Smoothie statt mit fertigen Fruchtsäften lieber mit Wasser, Mandelmilch oder warmem Tee. Eine gute und günstige Alternative zu Smoothies ist übrigens ein Glas frisch gepresster Orangen-Karotten-Saft mit einem Spritzer Rapsöl.

Probieren Sie die Wintersmoothies-Rezepte von UNIQA Vitalcoach Toni Klein: Tonis Smoothies enthalten neben Obst und Gemüse auch Joghurt und pflanzliche Milch und sättigen so länger.