Online-Shopping - Mit Vorsicht genießen

Frau shoppt online und schaut interessiert auf ihren Laptop.

Einkaufen im Internet bringt víele Vorteile und kann Zeit, Mühe und Geld sparen. Mit den wichtigsten Infos über mögliche Fallen und Ihre Rechte als Online - Kunde, sind Sie gut gegen böse Überraschungen geschützt.

Leider gibt es auch im Internet schwarze Schafe. die trotz Bezahlung keine Ware liefern oder gefälschte Markenprodukte verkaufen. Diese Fake-Shops rechtzeitig zu erkennen ist besonders wichtig. Denn haben Sie einmal für die vermeintliche Ware bezahlt, ist in aller Regel der Schaden nicht wieder gut zu machen. Mit diesen 3 einfachen Schritten erkennen Sie Fake-Shops und tappen bestimmt in keine Betrugsfälle.

Fake-Shops erkennen und in 3 Schritten enttarnen

  1. Nutzen Sie die Erfahrungen von anderen 
    Bevor Sie bei einem Anbieter einkaufen, informieren Sie sich darüber, welche Erfahrungen andere Kunden gemacht haben. Geben Sie dazu in eine Suchmaschine zum Beispiel den Shopnamen und das Wort „Erfahrungen“ als Suchbegriff ein. Finden Sie keine oder vor allem negative Einträge, kann das ein Hinweis darauf sein, dass es sich um einen Fake-Shop handelt. Eine Anlaufstelle, die Sie unter anderem über unseriöse Anbieter und verschiedene Betrugsfallen im Netz informiert, ist die Watchlist Internet , eine unabhängige österreichische Informationsplattform zu Internet-Betrug und betrugsähnlichen Online-Fallen. In kurzen Videobeiträgen (watchlist-video ) erklärt die Watchlist Internet besonders anschaulich aktuelle Betrugsfallen, wie Kleinanzeigen-Betrug, Phishing, Abzocke über Handy und Smartphone, Fake-Shops, Markenfälschungen, Scamming bzw. Vorschussbetrug oder Facebook-Betrug. 
  2. Vergleichen Sie Preise 
    Kriminelle Online-Shops werben mit günstigen Preisen. Damit locken sie gezielt Opfer an. Aus diesem Grund ist bei besonders billigen Produkten eine große Portion Skepsis angebracht. Bevor Sie bei einem Händler einkaufen, rufen Sie Preisvergleichsportale auf und bringen Sie in Erfahrung, welchen Preis andere Anbieter für die gleiche Ware verlangen. Bei auffälligen Unterschieden brechen Sie den Einkauf sofort ab.
  3. Achten Sie auf die Zahlungsmethoden
    Seriöse Händler bieten ihren Kunden meist mehrere Zahlungsmethoden an. Vor allem wenn Vorauskasse Zahlung mit Banküberweisung die einzige angebotene Zahlungsmöglichkeit ist, empfiehlt es sich: Finger weg von diesem Shop! Denn bei dieser Zahlungsmethode tragen Sie als Kunde das volle Risiko. Wenn Sie einem Fake-Shop in die Falle gegangen sind, gibt es praktisch keine Möglichkeit mehr das überwiesene Geld zurückzuholen. Wenn Sie die genannten Punkte beherzigen, sollten Sie keine Probleme mit unseriösen Online-Shops haben. Um zusätzlich auf Nummer sicher zu gehen, können Sie sich am Österreichischen E-Commerce-Gütezeichen orientieren. Bei den dort zertifizierten Online-Shops wird regelmäßig überprüft, ob sie alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Außerdem verpflichten diese sich im Streitfall, an einem Schlichtungsverfahren teilzunehmen.

Zahlen mit Kreditkarte
Wenn Sie mit Kreditkarte zahlen, kontrollieren Sie jedes Mal die monatliche Abrechnung. Nicht-autorisierte Abbuchungen werden vom Kreditkartenanbieter in der Regel problemlos rückerstattet. Vermeiden Sie außerdem die Vorauskasse Zahlung mit Banküberweisung oder Bargeldtransferdienste (Western Union, MoneyGram etc.). Vorsicht ist auch bei Zahlungsmittel-Daten wie Passwörter, PIN, TAN etc. geboten.

14 Tage Rücktrittsrecht
Beim Online-Shopping können Konsumenten grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen ab Erhalt der Ware und ohne Angabe von Gründen von ihrem Kauf zurücktreten. Dabei gibt es auch Ausnahmen, wie zum Beispiel bei frischen Lebensmitteln, Veranstaltungstickets, Flugbuchungen oder Maßanfertigungen. Wenn Sie von einem Online-Kauf zurücktreten, müssen grundsätzlich Sie die Ware auf Ihre Kosten retournieren. Selbstverständlich kann das Unternehmen die Rücksendekosten auch freiwillig übernehmen.

Gewährleistung oder Garantie?
Hierbei ist es auch wichtig zwischen Gewährleistung und Garantie zu unterscheiden. Die Gewährleistung ist ein gesetzliches Recht auf Verbesserung oder Austausch eines bereits bei der Annahme der Ware mangelhaften Produkts. Die Garantie hingegen ist die freiwillige Erklärung des Herstellers, bestimmte Mängel unter gewissen Vorraussetzungen zu beheben. Für Sie ist es wichtig zu wissen, dass Sie die Gewährleistung direkt beim Händler greifend machen können. Versucht ein Händler Sie im Gewährleistungsfall an den Hersteller weiterzuschicken, lassen Sie sich nicht abwimmeln. Der Hersteller ist nur für Garantiefälle der richtige Ansprechpartner.

Häufig gestellte Fragen und Antworten rund um das Thema Einkaufen im Internet finden Sie auf der Website des Internet Ombudsmann: ombudsmann.at  .

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